Kiive Audio Warmy-EP1A: Gratis Röhren-EQ

Kiive Audio Warmy-EP1A ist ein kostenloser Röhren-Equalizer als Plug-in. Version 2 wurde komplett überarbeitet und um einige Funktionen erweitert.

Der Kiive Audio Warmy-EP1A ist eine Emulation des Warm Audio EQP-WA Equalizers. Dieser wiederum ist eine Kopie des beliebten Pultec EQP-1A. Version 2 des Warmy-EP1A wurde optisch und funktionsseitig überarbeitet.

>>> SoundChills – Free Kickdrums Sample Pack <<<

In der oberen Fensterleiste des Equalizers können nun Presets und das Oversampling ausgewählt werden. Außerdem können hier Input und Output eingestellt werden. Die zwei virtuellen Tubes wirken auf festgelegte Frequenzbereiche in den Höhen und Tiefen. Diese können wahlweise geboostet oder gecuttet werden. Die Bandbreite, die sowohl für Höhen als auch für Tiefen gilt, wird über den Bandwith-Regler eingestellt.

Darüber hinaus gibt es ein Highcut-Filter, das separat aktiviert werden kann. Auch hier sind die Frequenzen vorgegeben.

Kiive Audio Warmy-EP1A läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate VST 3, AU und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): gratis
Weitere Infos: Kiive Audio

Foto: Hersteller

Accentize Chameleon 2: Su Reverb is mi Reverb

Accentize Chameleon ist ein KI-gestützter Reverb-Imitator. Die neue Version 2 soll Reverbs noch besser auslesen und imitieren können.

Gerade in der Post-Production- und Synchron-Branche hat man oft mit verschiedenen Aufnahmen zu tun, die ebenso verschiedene Raumanteile enthalten. Aufnahmen mit einem bestimmten Hall zu versehen, der vielleicht bereits für ein Programm entschieden wurde, oder umgekehrt, kann mühselig und durchaus frustrierend sein. Genau hier setzt Accentize Chameleon 2 an…

Chameleon 2 ist ein sogenanntes „intelligentes“ Plug-in, basiert also auf künstlicher Intelligenz und Machine Learning (wie man es beispielsweise von iZotope Ozone oder dem Sonible smart:comp kennt). Der virtuelle Reverb-Imitator analysiert eingehendes Audiomaterial und erstellt daraus ein Reverb-Profil. Dieses Profil kann dann ganz einfach über beliebige Aufnahmen gestülpt werden – ein ähnliches Prinzip, wie bei der Erstellung von Frequenzprofilen bei Equalizern, wie das beispielsweise der Fabfilter Pro-Q3 kann.

>>> Baby Audio Crystalline Test: Traumhafte Räume <<<

Ein von Chameleon 2 erstelltes Profil beinhaltet auch entsprechende Einstellungen von Dry/Wet, Stereobreite und Pre-Delay eines Halls. Außerdem können Impulse Responses aus Aufnahmen exportiert und als WAV-Datei gespeichert werden. Man kann das Plug-in also auch nutzen, um sich eine eigene, einzigartige Hall-Library aufzubauen.

Accentize Chameleon 2 läuft als VST 3, AU und AAX unter Windows und Mac-OS. Ein kostenloses iLok-Konto ist Voraussetzung.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 249 Euro
Weitere Infos:
Accentize

Foto: Hersteller

Eventide Misha: Multi-Instrument fürs Eurorack

Eventide Misha ist gleichzeitig ein Instrument und Sequenzer im Eurorack-Format – spielbar wie ein Keyboard, flexibel wie ein Looper.

Mit Misha können Intervall-basierte Melodien im Eurorack-Format kreiert werden. Dafür stehen 100 Skalen im internen Speicher bereit, die um 100 User-Skalen erweitert werden können. Eigene Skalen und Einstellungen lassen sich auf einer Micro-SD-Karte speichern und laden.

Ein kleines Display zeigt die ausgewählte Skala und Belegung der neun bunt beleuchteten Intervall-Knöpfe (-4 bis +4) an. Skala und Key werden anhand der gleichnamigen Drehregler definiert. Darüber hinaus gibt es vier User-Knöpfe, denen verschiedene Funktionen zugewiesen werden können.

Eventide Misha kann mit einem MIDI-Controller oder einer Tastatur verbunden und gesteuert werden. Auch über Trigger- und CV-Signale lässt sich das Eurorack-Modul steuern. Ausgangsseitig sind drei CV/Gate-Buchsen (Paare) und ein MIDI-Anschluss vorhanden. Entsprechend können bis zu drei Stimmen ausgegeben werden. Zudem steht ein Oszillator für eine interne Klangerzeugung zur Verfügung.

Misha nimmt 28 HE im Eurorack in Anspruch.

Verfügbar ab: Mitte August 2022
Preis (UVP): 649 Euro
Weitere Infos: Eventide

Foto: Hersteller

ReProducer Audio Labs Epic 4: Kleine Box, großer Sound

Der ReProducer Audio Labs Epic 4 ist ein kompakter Studiolautsprecher, der sich auch für Surround- und immersive Setups eignet.

Mit Epic 4 präsentieren Reproducer Audio Labs einen kompakten Nahfeld-Monitor für Studios. Der Schuhkarton-kleine Lautsprecher deckt einen Frequenzgang von 65 Hz bis 40 kHz bei +/- 10 dB ab. Das 2-Wege-System besteht aus einem 4-Zoll-Woofer und einem 1-Zoll-Tweeter, die jeweils 50W RMS leisten. Angetrieben wird das Ganze von einem Class-D-Verstärker, der einen Dynamikumfang von 115 dB erlaubt.

Auf der Rückseite des Epic 4 gibt es Anschlüsse für XLR und Cinch. Neben der Lautstärke lässt sich der Trim für die Höhen und Tiefen separat über einen Drehregler einstellen.

Weitere Spezifikationen:

  • Die Trennfrequenz liegt bei 3 kHz (24 dB/Okt.)
  • Die Raumkorrektur der Höhen greift ab 2,5 kHz (+/- 5 dB in 1-dB-Schritten)
  • Die Raumkorrektur der Tiefen greift unterhalb von 250 Hz (+/- 5 dB in 1-dB-Schritten)
  • Maximaler Schalldruck: 106 dB SPL
  • Abmessungen (ohne Füße): 210 x 160 x 175 mm
  • Abmessungen (mit Füßen): 240 x 160 x 175 mm
  • Gewicht (pro Monitor): 2,95 kg

Ein Softbag für den Transport ist im Lieferumfang enthalten.

Verfügbar ab: Mitte August 2022
Preis (UVP): 1199 Euro (Paar)
Weitere Infos: ReProducer Audio Labs

Foto: Hersteller

Minimal Audio Morph EQ: Kreativer EQ-Designer

Minimal Audio Morph EQ ist ein kreativer Equalizer mit Morphing-Funktion. Frei platzierbare Morphing-Punkte erlauben einzigartige Filterfahrten und Effekte.

Minimal Audio hat mich mit Rift Filter und dessen Morphing-Funktion seit Beginn beeindruckt. Nun stellt die Plug-in-Schmiede mit Morph EQ einen Equalizer vor, der noch einen Schritt weiter geht.

Morph EQ wird seitens des Entwicklers als EQ-Designer betitelt. Das Besondere ist, dass sich Morphing-Punkte frei im Frequenzspektrum platzieren lassen. Diese fährt das Filter anschließend wahlweise seriell oder parallel ab.

Einstellungsseitig finden sich nicht nur Equalizer-typische Parameter, sonern auch Regler für Morph, Shift, Pinch, Spread und Scale. Mit ihnen wird das Morphing-Verhalten eingestellt, was abgefahrene Sounds zu Tage bringen dürfte. Starthilfe geben über 100 Presets.

Minimal Audio Morph EQ läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate AU, VST, VST 3 und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 49 USD
Weitere Infos: Minimal Audio

Foto: Hersteller

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Rund, warm & voll

Mit der Dan Dean Essential Bass Collection wagt sich Tracktion erstmals in die Gefielde der Saiteninstrumente vor. Sechs Bässe wurden in Zusammenarbeit mit Dan Dean gesamplet und in die virtuelle Welt portiert.

Im schwer umkämpften Plug-in-Markt versucht sich Tracktion mit der Dan Dean Essential Bass Collection im Bereich der Saiteninstrumente zu platzieren. Dafür hat sich der amerikanische Hersteller mit Multi-Instrumentalist, Producer, Komponist und Software-Entwickler Dan Dean zusammengetan. Das Resultat sind sechs virtuelle Bässe, die aus der persönlichen Kollektion Deans stammen und von ihm persönlich aufgenommen wurden.

Lull Jazz Bass-Gitarre
Die Nutzeroberfläche der Dan Dean Essential Bass Collection wird passend zum ausgewählten Bass dargestellt.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Übersicht

Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection beinhaltet die folgenden Bass-Gitarren:

  • Fender Telecaster
  • Fender Precision
  • Alembic Spoiler
  • Alembic Fretless
  • Washburn Fretless
  • Lull Jazz

Die frei skalierbare Nutzeroberfläche ist Einstellungsseitig praktischerweise für alle Instrumente gleich. Lediglich das Abbild der Bass-Gitarre und das Farbschema ändern sich mit der Auswahl einer Bass-Gitarre.

Die Oberfläche ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Der Pitch kann via Octave- und Semitone-Regler justiert werden. Zudem kann der Spielraum von Pitchbend (up und down) angegeben werden. Dieser erstreckt sich von -60 bis +60 Halbtönen.

Features:

  • 6 Bass-Gitarren
  • 6 emulierte Verstärker
  • Integriertes Effekt-Rack
  • Verschiedene Spielweisen zur Auswahl

Unterhalb der Pitch-Sektion können Decay und Release der Hüllkurve eingestellt werden. In der daneben befindlichen Output-Sektion werden Velocity und Lautstärke (Volume) eingestellt. Der Velocity-Regler bestimmt, wie stark der Bass auf die eingespielte Anschlagsstärke reagiert. Steht Velocity auf 0, wird die Anschlagsstärke nicht einbezogen. Ganz aufgedreht wird das Signal so wiedergegeben, wie es eingespielt wird.

Der Release-Noise-Regler (Rel Noise) stellt die Lautstärke der Release-Samples ein, die nach dem Spielen einer Note ausgelöst werden. Dies soll für einen natürlichen Klang sorgen. Je stärker die Velocity, desto lauter das Release Noise. Entsprechend lässt sich hier die Balance noch anpassen.

>>> Cableguys & Nicky Romero Kickstart 2 Test: Drop the bass <<<

Darüber hinaus kann Glide wahlweise aktiviert werden. Glide Rate, Glide-Art (Portamento/Glissando) und Legato bestimmen das Verhalten. In der Voices-Sektion wird die maximale Anzahl der Stimmen festgelegt. Je mehr Stimmen, desto höher die CPU-Last. Außerdem lassen sich hier ein Mono- und MPE-Modus aktivieren sowie der Kammerton (Tune) einstellen.

Die über 100 mitgelieferten Presets geben Starthilfe – allerdings mit einem kleinen Haken. Auf diesen komme ich im Praxis-Teil des Dan Dean Essential Bass Collection Tests nochmal zurück.

Tracktion Dan Dean-Essential Bass Collection Presets
Der Preset-Browser.

Bass-Verstärker

Natürlich darf bei einem Bass der Verstärker nicht fehlen. Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection ist mit sechs emulierten Amps ausgestattet, die nach ihrer Charakteristik benannt sind:

  • Modern
  • Acoustic Bass
  • Subtle
  • Classic
  • Vintage
  • Round
  • Wooden

Welche Amps genau als Vorbilder für die Emulationen gedient haben, verrät Tracktion nicht. Auf Nachfrage erklärt der Entwickler, dass zwar ausgewählte Moderne und Vintage-Verstärker emuliert wurden, aber nicht gänzlich. Deshalb können keine konkreten Namen genannt werden. Die virtuellen Amps sind aber von den Hardware-Geräten inspiriert.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Effekte

Plug-in-typisch ist auch die Bass Collection mit integrierten Effekten ausgestattet. Equalizer, Distortion, Phaser, Chorus, Kompressor, Filter, Delay und Reverb können nach Geschmack eingesetzt werden. Maximal fünf Effekte können simultan dazu gefahren werden. Effektslot 1 ist fest mit dem Equalizer belegt. Die vier weiteren Slots stehen zur freien Verfügung.

Die Effekte sind in Reihe, von links nach rechts, geschaltet. Das gesamte Effektlevel kann über den großen FX-Regler auf der Hauptseite dosiert werden.

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Effekte
Die integrierten Effekte haben einen guten Eindruck im Dan Dean Essential Bass Collection Test gemacht.

Praxis

Zu Beginn fällt gleich positiv auf, dass man über den Browser zwischen den verschiedenen Bässen wechseln kann, ohne dafür einzelne Plug-in-Instanzen laden zu müssen. Anhand der Presets lässt sich ohne große Mühe ein passender, grundlegender Bass-Sound finden.

Apropos Presets: diese sind etwas zwiespältig zu betrachten. Es gibt zwei Hauptkategorien, die mit „Dan Dean Essential Bass“ und „Dan Dean Essential Bass FX“ beschriftet sind. Bei den Bass-Gitarren selbst kann man zwischen verschiedenen Spielweisen, wie Plektrum, Finger und Slap, wählen.

Die FX-Kategorie beinhaltet Presets für die integrierten Effekte. Diese können frei mit Bass-Gitarren-Presets kombiniert werden. An für sich ist diese Beigabe eine tolle Sache. Allerdings hatte ich bei den über 100 verschiedenen Presets welche erwartet, die sich rein auf die Bässe beziehen und nicht auch auf die Effekte.

Doch zurück zum Dan Dean Essential Bass Collection Test: Die Oberfläche des Plug-ins ist übersichtlich gestaltet, sodass man sich schnell zurecht findet. Die Klanqualität ist beeindruckend. Man hat wirklich das Gefühl, einem Bass-Gitarristen zuzusehen und die Schwingungen der Saiten wahrzunehmen. Auch wenn die Envelope-Sektion nur Decay- und Release-Regler hat, lässt sich damit doch viel anstellen. Die Attack wird über die oben genannte Spielweise beeinflusst. Anhand dieser durchaus gering erscheinenden Einstellungen kann der Klang schnell und unkompliziert geformt werden.

Verstärker & Effekte

Die integrierten Amps klingen ebenfalls sehr angenehm. Verschiedene Nuancen lassen sich dem Klang mit ihrer Hilfe hinzufügen. Leider gibt es keine Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man den Klang noch etwas hätte beeinflussen können.

Der Feinschliff erflogt mit den Effekten. Mir gefällt gut, dass sich Tracktion auch hier Mühe gegeben hat. Der Kompressor hat ein Input-, Gain-Reduction- und Output-Meter. Es gibt verschiedene Distortion- und Reverb-Typen und ein Filter, das mit Redux, Sallen-Key-LP und Comb auch Kreativität zulässt.

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Alembic Spoiler
Die Alembic Spoiler Bass-Gitarre.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Fazit

Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection bietet eine vollwertige Kollektion von Bass-Gitarren inklusive Amp-Emulationen und Effekten. Beim Sampling hat sich Dan Dean große Mühe gegeben – das hört man nicht nur, sondern spürt es auch. Die Klangqualität ist hervorragend und natürlich. Dafür sorgen nicht zuletzt die Einstellungsmöglichkeiten von Velocity und Release Noise.

Einstellungsseitig scheint die Collection auf den ersten Blick etwas spartanisch, hat aber alles, was man braucht. Vor allem das einfache Wechseln zwischen verschiedenen Bässen empfinde ich als großen Pluspunkt – und als große Zeitersparnis.

Insgesamt ist die Essential Bass Collection ein hervorragendes virtuelles Instrument und hat mich im Test überzeugt. Der Preis von etwa 97 Euro für die sechs Bass-Gitarren und Verstärker geht absolut in Ordnung.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 99 USD
Weitere Infos: Tracktion

Pros:

  • Einfaches Wechseln zwischen verschiedenen Bässen
  • Amp-Emulationen & Effekte integriert
  • Sehr hohe Klangqualität
  • Velocity & Release-Notes einstellbar

Cons:

  • Keine Einstellungsmöglichkeiten der Amps

Millennia NSEQ-HF: Frische Luft für 500er-Systeme

Der Millennia NSEQ-HF ist ein Filter für das API-500er-Format. Das Modul ist eine Auskopplung eines beliebten Equalizers des Herstellers.

Mit dem Millennia NSEQ-HF präsentiert der amerikanische Hersteller das Höhenband des NSEQ-4 als Standalone. Das Hardware-Modul ist für API-500er-Systeme konzipiert und kann als Highshelf- oder Peak-Filter eingesetzt werden.

Das Filter kann bei einer von sechs vorgegebenen Frequenzen gesetzt werden:

  • 4,8 kHz
  • 5,8 kHz
  • 8 kHz
  • 10 kHz
  • 16 kHz
  • 21 kHz

Mit dem 6/Oct-Knopf wechselt man zwischen Highshelf und Peak. Ist der Knopf nicht gedrückt, fungiert der NSEQ-HF als Peak-Filter. Der Wert der Güte ist auf 1.0 festgesetzt. Leuchtet der 6/Oct-Knopf (Knopf gedrückt), ist das Highshelf-Filter aktiv, das mit 6 dB pro Oktave eingreift.

Zudem kann eingestellt werden, ob das Eingangssignal symmetrisch oder unsymmetrisch ist. Ganz unten lässt sich der Gain via Drehregler von wahlweise -18 bis +18 dB beziehungsweise -9 bis +9 dB anpassen. Um in den letzteren, geringeren Gain-Spielraum zu gelangen, muss der Gain-Range-Low-Knopf gedrückt werden. Die Gain-Einstellung ist in 21 Stufen gerastert.

Der Schaltkreis des Millennia NSEQ-HF ist identisch zu dem im NSEQ-4. Im Inneren des 500er-Moduls findet sich entsprechend eine diskrete Class-A-Schaltung mit J-FETs.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 689 USD
Weitere Infos: Millennia

Foto: Hersteller

Denise Audio Bad Tape 2: Schlimmer geht immer

Denise Audio Bad Tape 2 ist die neue Version des Tape-Plug-ins. Eine überarbeitete Nutzeroberfläche und neue Features machen Version 2 besser und schlimmer.

Denise Audio hat die virtuelle Bandmaschine Bad Tape auf Version 2 aktualisiert. Während der Vorgänger sich im typischen Erscheinungsbild des Entwicklers präsentierte, ist die neue Nutzeroberfläche etwas ansprechender gestaltet.

Der Funktionsumfang von Bad Tape 2 ist auf gut das doppelte angewachsen. Wow, Flutter, Hiss, Squeal, Harm und Detune wurden übernommen. Neu sind Shake, Doubler, Magnet, Resonator, Phaser und Sidechain.

>>> G-Sonique Analog Tape ASX-72: Das bessere Tape? <<<

Vor allem die Detune-Funktion hat Denise Audio ausgebaut: Das Tape-Plug-in erlaubt nun, Rewind- und Recovery-Zeiten einzustellen. Ein Tape-Stop-Effekt kann somit besser kontrolliert und in die Produktion eingebunden werden.

Der neue Sidechain-Eingang erlaubt das Triggern von Effekten via externem Signal. Die Stärke beziehungsweise Auswirkung der Sidechain kann für jeden Effekt separat eingestellt werden.

Denise Audio Bad Tape 2 läuft unter Windows und Mac-OS. Formatseitig werden VST, VST 3, AAX und AU unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 47,19 Euro Einführungspreis; regulär 71,39 Euro
Weitere Infos: Denise Audio

Foto: Hersteller

Three Body Technology Kirchhoff-EQ: Neuer Standard?

Three Body Technology Kirchhoff-EQ ist ein 32-Band-Equalizer, der verschiedene Filtertypen bietet und Vintage-Equalizer emuliert. Neue Technologien sollen ihn zum nächsten State-of-the-Art-Equalizer machen.

Mit Kirchhoff-EQ präsentiert Three Body Technology einen Next-Gen-Equalizer, der ein bisschen wie eine Kreuzung aus Fabfilter Pro-Q und UVI Shade aussieht.

Die 32 parametrischen Bänder emulieren verschiedene Hardware-Equalizer. Jedes Band kann mit einem von 15 Filtertypen bestückt werden. Neben den gängigen Filtertypen wie Low- und Highpass finden sich auch exotische, wie flat tilt, flat top und sword.

Die Steilheit der Filter kann beliebig zwischen 0 und 60 dB/Oct eingestellt werden. „Verrückte“ Slopes von beispielsweise 13,7 dB/Oct sind somit möglich. Festen Stufen, wie das in der Regel bei Equalizern der Fall ist (6 dB/Oct, 12 dB/Oct, …), gibt es hier nicht.

Darüber hinaus kann das Processing für jedes Band seperat festgelegt werden. Zur Auswahl stehen left, right, mid und side.

Three Body Technology Kirchhoff-EQ: Two-Way-Threshold

Die meisten Bänder des Three Body Technology Kirchhoff-EQs können auch dynamisch agieren. Für dynamische Bänder kann ein above und below Treshhold gesetzt werden:

  • Above: Ein Signal, das den Threshold überschreitet, wird komprimiert oder upward-expanded
  • Below: Ein Signal, das den Threshold unterschreitet, wird expanded oder upward-komprimiert

Kirchhoff-EQ ist außerdem in der Lage, unharmonische Verzerrungen dynamischer Bänder in harmonische zu verwandeln.

117 Bit, IIR & mehr

Kirchhoff-EQ ist laut Entwickler der erste Equalizer der Welt, der mit einem internen 117-Bit-Processing arbeitet. Dies ermöglicht eine sogenannte Double-Double-Technik. Der Nutzer kann aber selbst zwischen 64-Bit- und 117-Bit-Processing auswählen. Wird der Linear-Phase-Modus aktiv, arbeitet das Plug-in automatisch mit 64 Bit.

Dank Infinite Impulse Response (IIR) und Psychoacoustic Adaptive Filter Topologies soll der Frequenzgang analoger Equalizer originalgetreu und komplett ohne Rauschen emuliert werden – besser, als bei jedem bisherigen Equalizer dieser Art.

Three Body Technology Kirchhoff-EQ läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate VST, AU und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 119 USD Einführungspreis; regulär 189 USD (Preise ohne MwSt.)
Weitere Infos: Three Body Technology

Foto: Hersteller

Neo VST Cadenza Cello: Flexibler Streich(er)

Neo VST Cadenza Cello ist ein virtuelles Cello, das die Vorzüge von Sampling und Modelling vereint. Möglich gemacht hat es die hauseigene Neo-Hybrid-Modelling-Technologie…

Virtuelle Streicher, ob als Samples oder Instrument, sind keine Seltenheit. Mit Cadenza Cello will Neo VST aber einen Schritt weiter gehen und höchste Klangqualität bei maximaler Flexibilität bieten.

Über 2700 Samples wurden bei Platinum Sound in New York City, USA, für das virtuelle Cello aufgenommen. Zum Einsatz kam feinste Hardware: die Neumann-Mikrofone U47 und M49 sowie eine SSL 9000er Konsole. Das Resultat soll ein klarer, nuancierter und sauberer Sound sein, der nicht gefärbt ist. In Anbetracht der Hardware ist diese Aussage des Herstellers allerdings durchaus gewagt…

Den virtuellen Teil, das Modelling, gelang mit der Neo-Hybrid-Modelling-Technologie von Neo VST. Sie soll möglichst große Kreativität erlauben. Laut Hersteller kann Cadenza Cello mit jeder Technik, Patches oder Artikulationen gespielt werden. Klangeinstellungen können in Echtzeit vorgenommen werden. Der Übergang zwischen verschiedenen Noten ist weicher, als das bei gesampelten Cellos der Fall ist.

Einstellungsseitig gibt es unter anderem Drehregler für Vibrato Depth, Rate und Human. Drei verschiedene Legatos stehen zur Auswahl, deren Verhalten via Time eingestellt werden kann. Des Weiteren können die Harmonics sowie die Dynamik angepasst werden. Effektseitig sind ein Equalizer und ein Reverb an Bord.

Neo VST Cadenza Cello läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate VST und AU werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 9,99 USD Einführungspreis; regulär 49 USD
Weitere Infos: Neo VST

Foto: Hersteller