Denise Audio Bad Tape 2 Test: Next-Level-Tape

Bad Tape 2 ist die neue, “schlechtere” Version der virtuellen Bandmaschine von Denise Audio. Welche Upgrades das neue Plug-in bekommen hat und wie übel die ganze Sache tatsächlich ist, habe ich im Test herausgefunden.

„Wie schlecht kann es sein?“ – Diese Frage stellt Denise Audio auf der Produktseite von Bad Tape 2. Eine gute Frage. Bekanntlich kommt es immer dann schlimmer, wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann. Doch bekanntlich kann etwas auch soooo schlecht sein, dass es schon wieder gut ist.

Man muss nicht allzu lange über diese Frage grübeln. Im anschließenden Text erklären die Entwickler, dass Bad Tape 2 neue Effekte und Funktionen bietet, mit denen man „… die Verschandelung seines eigenen Songs formen kann“.

Eine ungewöhnliche Marketing-Strategie, um das eigene Produkt anzupreisen. Auch wenn es offensichtlich scheint, dass das Plug-in nicht soooo schlecht sein kann, macht es doch neugierig…

Features

  • Detune mit Tapestop
  • Sidechains
  • Push-Pull
  • 4 integrierte Effekte
  • Für Windows und Mac-OS, VST, VST 3, AAX & AU
Denise Audio Bad Tape 2 Detune
Neu hinzugekommen: Die Detune-Sektion mit Tapestop.

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche präsentiert sich im Denise-Audio-üblichen Look. Die obere Hälfte ziert ein parametrischer Equalizer mit integriertem Analyzer. Die Parameter werden bei einem Klick auf eines der sechs Bänder direkt über der visuellen Darstellung angezeigt. Zudem lassen sich hier Filtertyp (Lowpass, Lowshelf, Peak, Highshelf, Highpass) und Pull-Stärke einstellen. Jedes Band kann soliert oder  in bypass geschaltet werden.

In der Mitte des Plug-ins sind die verschiedenen Effekte und Funktionen der virtuellen Bandmaschine:

  • Harm (Bit-Crusher)
  • Wow (smooth Detune)
  • Shake (harsh Detune)
  • Hiss (Hiss/Rauschen)
  • Squeal (hochfrequentes Rauschen)
  • Doubler (Tape-Delay)
  • Detune (Tape-slowdown/-stop mit eigener Sidechain)
  • Magnet (emuliert ein entmagnetisiertes Band)
  • Resonator (einstellbar pro Band)
  • Phaser
  • Sidechain
  • Oversampling (1x, 2x, 4x, 8x)

Die untere Fensterhälfte ist für die Parameter der Effekte und Funktionen reserviert. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten werden, abhängig von der Auswahl, eingeblendet. Außerdem werden in dieser Sektion die globalen Einstellungen angezeigt. Diese sind für Bad Tape 2 Input, Mix, Output, Color, Saturation, Pull und Speed.

>>> Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Multi-Effekt für Vocals <<<

Signature-Feature: Push-Pull

Ein Alleinstellungsmerkmal von Denise-Audio-Plug-ins ist Push-Pull. Anhand des Equalizers können beliebige Frequenzbereiche stärker von Bad Tape 2 beeinflusst werden, als andere. Über das oben genannte Pull (pro Band und global) wird eingestellt, wie stark die Frequenzbereiche nach der „Behandlung“ wieder heruntergezogen werden.

Denise Audio Bad Tape 2 Test Sidechain
Die Sidechain eröffnet neue Kreativmöglichkeiten.

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Praxis

Das virtuelle Band lässt sich intuitiv bedienen. Die Steuerung von Einstellungen ist selbsterklärend und geht schnell von der Hand. Im Denise Audio Bad Tape 2 Test habe ich Drums, Keys, Synth-Leads, Vocals und Percussions veredelt – beziehungsweise zerstört.

Die Tape-typischen Parameter funktionieren wie sie sollen und klingen gut. Es stellt sich mir allerdings die Frage, warum Hiss und Squeal an Bord sind. Sicherlich sind das Artefakte, die bei einem Band auftreten. Allerdings finde ich wenig Verwendung dafür. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass diese Funktionen einen guten Beitrag leisten, Bad Tape 2 „bad“ klingen zu lassen. In Anbetracht des Kreativansatzes des Plug-ins hätte man diese Features aber vielleicht auch durch andere, eher brauchbare, ersetzten können.

Raum für Experimente

Apropos Kreativität: Dass sich einzelne Funktionen separat voneinander via Sidechain triggern lassen, ist wirklich große Klasse! Ohne langwieriges Setup und mehreren Plug-in-Instanzen können spielend leicht abgefahrene Effekte kreiert werden.

Die eigene Sidechain für Detune/Tapestop ist glücklicherweise separat. Das Verhalten des Tapestops kann detailliert eingestellt und dem Song angepasst werden – hervorragend mitgedacht, Denise Audio!

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt so scheint, lässt sich der Klang durch die vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten sehr spezifisch formen. Zum Beispiel durch die Möglichkeit, die Resonanz für jedes Band separat zu definieren. Und natürlich auch durch das Push-Pull-Feature, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert.

Bandmaschine

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Fazit

Der kreative Gedanke hinter Bad Tape 2 gefällt mir gut. Ich war anfangs zugegeben etwas skeptisch, da der Markt an Tape-Emulationen gesättigt, wenn nicht sogar übersättigt, ist. Aber genau das ist es eben, worauf sich Bad Tape 2 nicht beschränkt. Neben der klassischen Bandsättigung kann man mit dem Plug-in so viel mehr anstellen und sich in sounddesignerische Gefilde begeben. Vor allem die Sidechain-Funktionen haben mich begeistert und zu neuen Experimenten angeregt – die mal gut, mal weniger gut ausgingen.

Wer auf der Suche nach einem Band mit einem gewissen Twist ist und nicht nur analoge Sättigung auf digitaler Ebene möchte, wird mit Denise Audio Bad Tape 2 sicherlich seinen Spaß haben.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 46,41 Euro Einführungspreis; regulär 70,21 Euro
Weitere Infos: Denise Audio

Pros

  • Handhabung
  • Kreativansatz
  • Sidechains
  • Push-Pull

Cons

  • Keine

Fotos: Ingo Schulz, Eigene

Baby Audio IHNY-2 Test: Haut Dich um!

Vor drei Jahren gingen Baby Audio mit dem I-Heart-NY-Kompressor an den Markt. Zum diesjährigen Geburtstag lässt der Hersteller das Plug-in wieder aufleben: überarbeitetes Design, neue Funktionen, mehr Punch – was Version 2 alles kann, zeigt der Baby Audio IHNY-2 Test.

Drei Jahre Baby Audio! Die kleine aber feine Plug-in-Schmiede hat es geschafft, sich mit hochwertigen und kreativen Tools bei Audioschaffenden zu etablieren. Ich durfte die Entwicklung von Baby Audio seit deren erster Veröffentlichung, dem I-Heart-NY-Kompressor, medial begleiten.

Nach wie vor freue ich mich über neue Produkte des Herstellers. Das Team rund um Gründer Caspar Bock schafft es auf beeindruckende Weise, kreative Effekte unter einer ansprechenden Oberfläche mit simpler Handhabung zu verstecken.

Genauso gespannt war ich, als Baby Audio im August ein neues Plug-in zum dreijährigen Geburtstag angeteasert hatte. Das musste ja wohl etwas Besonderes sein! Und genau das ist es auch! Zugegeben: Ich hatte eine Emulation des Synthesizers erwartet, den Baby Audio vor zirka zwei Jahren gekauft hatten. Doch mit IHNY-2 eine Neuauflage des allerersten hauseigenen Plug-ins zu bringen, ist auch ein absoluter Hammer – und schürt hohe Erwartungen! Sehen wir doch mal, was der neue Parallel-Kompressor alles kann…

Features:

  • Internes Signal-Splitting für Parallel-Kompression
  • Vielseitige Einstellungsmöglichkeiten
  • Solo-Modus zum Abhören des Wet-Signals
  • Für Windows & Mac-OS, VST, VST 3, AU & AAX
Baby Audio I Heart NY vs IHNY-2
Es hat sich einiges getan: Links der Baby Audio I-Heart-NY-Kompressor und rechts der neue IHNY-2.

Baby Audio IHNY-2 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche von IHNY-2 ist gewohnt simpel gehalten. Mittelpunkt ist ein XY-Pad. Anhand dessen werden das Dry-Wet-Verhältnis auf der X-Achse und die Stärke der Kompression auf der Y-Achse eingestellt. Die „Sonne“, die auf den Bildern in der Mitte des XY-Pads zu sehen ist, visualisiert das eingehende Signal.

>>> Audio-Kompressoren: Was sie sind, welche es gibt & was sie tun <<<

Am unteren Fensterrand gibt es Slider für Autogain und Output. Ersterer ist durchaus ungewöhnlich, denn der Sinn von Autogain ist bekanntlich, dass Lautstärkeunterschiede automatisch ausgeglichen werden. Nur dann ist ein objektiver Vergleich zum unbearbeiteten Signal möglich. Das passiert auch beim IHNY-2. Laut dem Manual ist der Autogain-Slider quasi ein Plan B, sollte der integrierte Algorithmus doch einmal ein zu leises oder zu lautes Signal ausgeben. Hintergrund ist, dass ein konstantes Auto-Gaining in Echtzeit passieren muss, da Bewegungen im XY-Pad sich auf die Lautstärke auswirken.

Einstellungen

Ganz unten gibt es einen Knopf, der mit „Tweak“ beschriftet ist. Ein Klick darauf öffnet die Einstellungen:

  • Attack und Release
  • Ratio
  • Punch
  • Harmonics
  • Shape („Smiley-EQ“)
  • Tilt
  • Lo- und Hi-Preserve
Baby Audio IHNY-2 Tweak
Die Tweak-Controls bieten mehr Kontrolle über das Signal.

Praxis

Für den Baby Audio IHNY-2 Test habe ich das Plug-in als Parallel-Kompressor für Drums, Bass, Keys, Vocals und den Master-Bus eingesetzt.

Der eigene Charakter des Kompressors ist sehr ausgeprägt. Beim ersten Öffnen und der Default-Wetness von 50 Prozent hört man sofort einen Unterschied. Ich würde den Klang als punchig beziehungsweise aggressiv und fett beschreiben, was mir sehr gut gefällt und natürlich optimale Eigenschaften für Parallel-Kompression sind. Entsprechend setzten sich die Signale im Test nach der Bearbeitung mit IHNY-2 auch besser im Mix durch.

Besonders gut fand ich das Plug-in auf Vocals. Durch starkes Anheben der Harmonics bekommt man einen gesättigten, komprimierten Gesang. Das entspricht genau dem aktuellen Zeitgeist und spart nicht nur zusätzliche Arbeitsschritte, sondern auch Computer-Ressourcen. Wirklich toll!

Auch auf dem Master-Bus ließ sich noch die eine oder andere Nuance herausarbeiten. Der Eingriff fiel hier natürlich wesentlich subtiler aus, als auf den Einzelspuren. Dennoch kann eine leichte Brise Sättigung oder Aggressivität manchmal Wunder bewirken.

Darüber hinaus haben Baby Audio Vintage-Presets erstellt, die beispielsweise einen Tube Leveller und einen Levelling Amplifier beinhalten. Diese bieten sich perfekt für Mix- und Master-Busse an.

Baby Audio IHNY-2 Main
Die Sonne scheint im Baby Audio IHNY-2 Test 😜

Baby Audio IHNY-2 Test: Fazit

Gegenüber seinem Vorgänger bietet IHNY-2 wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten – was ich sehr begrüße. Mir gefällt aber auch, dass man nur über das XY-Pad genauso schnell eine Parallel-Kompression einstellen kann, wie beim I Heart NY. Eine gelungene Verschmelzung von alten und neuen Features!

Der Klang des Kompressors ist im Allgemeinen fett, durchsetzungsstark und definiert. Es entsteht ein Vintage-Vibe, der gerade auf Bussen einen angenehmen Glue mit sich bringt.

Der Baby Audio IHNY-2 hat durch die Upgrades ein völlig neues Level erreicht und es meiner Meinung nach damit verdient, als „Must-Have“ bezeichnet zu werden!

Einziger Kritikpunkt ist das Metering. Da es kein technisches Metering im Sinne von Input, Output und Gain-Reduction gibt, ist man gezwungen, sich auf seine Ohren zu verlassen. Im Grunde befürworte ich diesen Ansatz beziehungsweise diese Vorgehensweise auch. Dennoch wären Anzeigen für die eben genannten drei Pegel eine willkommene Hilfestellung.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 39 USD Einführungspreis bis 30. September 2022; regulär 69 USD
Weitere Infos: Baby Audio

Pros:

  • Flexibilität
  • Eigener Klangcharakter
  • Handhabung

Cons:

  • Metering

Fotos: Hersteller, Eigene

Novation FLkey 37 Test: Horcht auf, FL-Studio-Fans!

Das Novation FLkey 37 ist ein MIDI-Controller-Keyboard, das extra für FL Studio konzipiert ist. Neben dem Einspielen von Melodien können auch diverse DAW-Funktionen und Plug-ins direkt über das Gerät gesteuert werden. Wie gut das alles funktioniert, erfährst Du im Test.

Meine Aufregung war groß, als ich das erste Mal von Novations neuem MIDI-Controller-Keyboard FLkey 37 gehört habe. Als FL-Studio-Nutzer bleibt man bezüglich Geräten in diesem Segment leider etwas auf dem Trockenen sitzen. MIDI-Controller können zwar in der Regel mit allen DAWs benutzt werden, aber es macht einen großen Unterschied, ob ein Controller für eine bestimmte Workstation ausgelegt ist – auch, weil ein lästiges, zeitaufwändiges Mapping entfällt.

Was das genau im Falle des Novation FLkey 37 bedeutet, sehen wir uns im folgendem Novation FLkey 37 Test genauer an.

Novation FLkey 37 vs FLkey Mini
Das FLkey 37 im Vergleich zum kompakteren FLkey Mini.

Novation FLkey 37 vs. FLkey Mini

FLkey wird in zwei Versionen angeboten: FLkey 37 und FLkey Mini. Letzteres ist eine kompaktere Version der 37-Tasten-Variante. Beide MIDI-Controller-Keyboards sind hier gegenüber gestellt:

GERÄTFLKEY 37FLKEY MINI
   
Tasten37, anschlagsdynamisch25, anschlagsdynamisch
Drehregler88
Pads16, anschlagsdynamisch, RGB-beleuchtet16, anschlagsdynamisch, RGB-beleuchtet
Pitchbend und ModulationRäderTouchstrips
AnschlüsseUSB-B, Sustain-Pedal (6,3 mm Klinke, MIDI Out (5-Pol)USB-B, Sustain-Pedal (6,3 mm Klinke, MIDI Out (3,5 mm Klinke)
Weitere TastenOctave Up/Down, Channel-Rack Up/Down, Play, Pause, Record, Skala, Note-Repeat, Fixed-Chord, Shift (Umschalt), Stop, Preset Up/Down, Mixer Links/Rechts, Quantisierung, Metronom, Undo, Redo, Score-Log, Navigation, SettingsOctave Up/Down, Channel-Rack Up/Down, Play, Pause, Record, Skala, Note-Repeat, Fixed-Chord, Shift (Umschalt)
DisplayBeleuchtetes LC-Display, 16 x 2 Zeichen
StromversorgungUSBNicht notwendig
LieferumfangMIDI-Controller-Keyboard, USB-KabelMIDI-Controller-Keyboard, USB-Kabel
Enthaltene SoftwareFL Studio Producer Edition (Testversion, 6 Monate), AAS Session Bundle, XLN Addictive Keys (1 von 4 Keyboards wählbar), Spitfire Audio Labs Expressive Strings, Klevgrand RoVerb, Klevgrand DAW CassetteFL Studio Producer Edition (Testversion, 6 Monate), AAS Session Bundle, XLN Addictive Keys (1 von 4 Keyboards wählbar), Spitfire Audio Labs Expressive Strings, Klevgrand RoVerb, Klevgrand DAW Cassette
Abmessungen (H x B x T)258 x 555 x 77 mm172 x 330 x 41 mm
Gewicht2,18 kg0,69 kg
Preis (UVP)229,99 €109,99 €

Novation FLkey 37 back
Die wenigen, aber ausreichenden Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht.

Novation FLkey 37 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche des FLkey 37 ist fast genau wie die der Launchkey-Serie: übersichtlich, Controller-typisch gehalten und in zwei Hälften geteilt. In der unteren Hälfte sind, wie zu erwarten, die 37 anschlagsdynamischen Keyboardtasten.

Die obere Hälfte ist mehr die Steuereinheit. Links finden sich jeweils ein Pitch- und ein Modulationsrad. Daneben gibt es vier Knöpfe für Navigation (dargestellt als „…“), Scale sowie Octave Up (+) und Down (-).

Features:

  • FL-Studio-Steuerung
  • Einspielen via Pads oder Klaviatur
  • Integrierte Akkordhilfe
  • Automatisches Mapping für Stock-Plug-ins (Klangerzeuger) von FL-Studio

Unter dem kleinen, blau-beleuchteten LC-Display sind wiederum sechs Knöpfe für Shift, Settings, Page Links und Rechts, Fixed Chords und Note Repeat (Rate: 1/4, 1/8, 1/16, 1/32, Triole).

Die mittig angebrachten 16 RGB-beleuchteten, anschlagsdynamischen Pads werden umgeben von Tasten für Preset Up und Down sowie Channelrack Up und Down. Über den Pads gibt es acht Drehregler, neben denen sich zwei Tasten für Mixer Left und Right befinden.

Ganz rechts ist die Transport-Sektion. Neben den üblichen Play-, Pause- und Record-Knöpfen gibt es weitere Tasten für Score Log, Quantise, Metronome, Undo und Redo.

Novation FLkey 37 front
Der Blick auf das MIDI-Controller-Keyboard…

Funktionen

Viele Funktionen des Novation FLkey 37 sind selbsterklärend. Die, die es nicht unbedingt sind, sehen wir uns nun an:

Über die mit drei Punkten gekennzeichnete Navigationstaste kommt man in den Navigationsmodus. Das Display zeigt nach Drücken der Taste die Meldung „Pad Mode Navigation“. Fünf der Pads leuchten folglich blau auf, während die restlichen ausgeschaltet (inaktiv) sind.

Die leuchtenden Pads formen ein auf dem Kopf stehendes „T“, das wie die Pfeiltasten einer Computertastatur agiert. Die einzeln leuchtende Taste fungiert als Linksklick einer Maus. Damit lässt sich direkt mit dem FLKey 37 in verschiedenen Fenstern navigieren oder die Sample-Library durchstöbern.

Settings

Ein Druck auf die Settings-Taste ruft die Geräte-Einstellungen im Display auf. Navigiert und eingestellt wird mit den Preset- beziehungsweise Page-Tasten. Hier können unter anderem die Dynamikkurven von Pads und Klaviertasten, Helligkeit von Display und Pads sowie die MIDI-Kanäle von Drums, Klaviatur und Akkorden eingestellt werden.

Bildergalerie

  • Novation FLkey 37
  • Novation FLkey 37 vs FLkey Mini
  • Novation FLkey 37 side
  • Novation FLkey 37 Pad-Mode: Sequencer
  • Novation FLkey 37 back
  • Novation FLkey 37 front
  • Novation FLkey 37 Pad-Mode: Instrument

Shift

Die Shift-Taste erlaubt Zugriff auf die Zweitbelegungen der Pads. Diese sind in die zwei Modi „Pad“ und „Pot“ unterteilt:

Pad Mode:

  • Channel Rack
  • Instrument
  • Sequencer
  • Scale Chord
  • User Chord
  • Custom

Pot Mode:

  • Plugin
  • Mixer Volume
  • Mixer Pan
  • Channel Volume
  • Channel Pan
  • Custom

Je nachdem, welchem Modus Pads und Potis zugewiesen werden, greifen die verschiedenen Modi. Zum Beispiel steuern die Drehregler im Pot Mode „Mixer Volume“ die Lautstärke der Mixer-Kanäle. Ist „Sequencer“ im Pad Mode aktiv,  fungieren die Pads als 16-Step-Sequenzer.

Sowohl Pads als auch Potis können via Custom eigene Funktionen beziehungsweise Belegungen zugewiesen werden. Dies geschieht online via Novation Components (https://components.novationmusic.com), oder über die gleichnamige Standalone-Software. Über dieselbe Website lässt sich übrigens die Firmware des FLkey 37 überprüfen und, falls nötig, aktualisieren – einfach und bequem.

Mit Custom kann beispielsweise eine spezifische Belegung von Pads und Drehreglern für ein virtuelles Instrument erstellt werden. Ist man angemeldet, können eigene Setups auch abgespeichert werden.

Novation FLkey 37 Details
Die Kommandozentrale im Detail.

I – V – VI – IV

Gerade für Nicht-Keyboard-Spieler sind Akkordfunktionen eine große Hilfe. Deshalb beleuchte ich in diesem Abschnitt, wie die Funktionen Fixed Chord, Scale Chord und User Chord unterstützen.

Fixed Chord

Mit Fixed Chord kann ein beliebiger Akkord gespeichert und auf dem Keyboard transponiert werden. Um einen Akkord festzulegen, muss der Fixed-Chord-Knopf gedrückt bleiben, während die Noten des zu speichernden Akkords gedrückt und wieder losgelassen werden. Anschließend lässt man Fixed Chord los und kann den gespeicherten Akkord auf dem Keyboard in verschiedenen Tonhöhen abspielen.

Scale Chord

Die Scale-Chord-Funktion erlaubt das Spielen verschiedener Akkorde via Pads. Die Tonskala entspricht der mittels Scale-Knopf eingestellten. Die obere und untere Reihe der Pads wird mit verschiedenen Akkorden bestückt. Welche das sind, zeigt das Display an. Mit den Page-Knöpfen kann zwischen verschiedenen Akkorden gewechselt werden. Gespielt werden können Triaden, 7th, 9th und 9/6ths.

Die Oktave der Akkorde kann via Shift- und Page-Knöpfen angepasst werden.

User Chord

Das Novation FLkey 37 kann nutzerspezifische Akkorde auf dem internen Speicher ablegen. Einem Pad kann ein Akkord mit bis zu sechs Noten zugewiesen werden. Die Vorgehensweise ist wie bei Fixed Chord, nur dass anstatt „Shift“ das zu belegende Pad gedrückt sein muss. Dank des Speichers bleiben die User Chords auch beim nächsten Gerätestart erhalten.

Novation Components
Über Novations Components kann das FLkey 37 aktualisiert und die Custom-Modi bearbeitet werden.

Novation FLkey 37 Test: Praxis

Die Einrichtung des FLkey 37 ist einfach gehalten. Nach dem Anstecken via USB an einen Computer wird das Controller-Keyboard als Datenträger (Mass Storage Device) erkannt. Dieser enthält zwei Verknüpfungen, die auf die Einrichtungsseite von Novation führen. Diese Funktion lässt sich übrigens auch deaktivieren.

Auf der Einrichtungsseite angekommen, wird man anhand zweier Youtube-Videos durch die Einrichtung und Hauptfunktionen geleitet. Das Ganze dauert nur etwa 15 Minuten – inklusive Erklärung der Features. Novation stellt darüber hinaus weitere Videos zu verschiedenen Funktionen zur Verfügung, die bei Bedarf angesehen werden können. Ich finde es super, dass man nicht gezwungen wird, für die Tutorials ein Konto bei Novation beziehungsweise Focusrite zu erstellen. Man kann also ohne Umwege loslegen. Für die Produktregistrierung und die damit verbundene beiliegende Software wird selbstverständlich ein Konto benötigt.

Novation FLkey 37 Pad-Mode: Sequencer
Im Sequencer-Modus stellt jedes Pad einen Step dar.

Channelrack, Sequencer & Co.

Als bewanderter FL-Studio-Nutzer findet man sich schnell auf dem FLkey 37 zurecht. Doch auch Einsteiger sollten keine Schwierigkeiten haben, Funktionen zuzuordnen. Mit den Pads können im Channelrack liegende Samples und virtuelle Instrumente abgefeuert werden. Eine Farbkodierung der Rack-Inhalte hilft nicht nur der Übersicht in der DAW, sondern wird auch automatisch von den Pads übernommen. Färbt man beispielsweise die Kickdrum rot ein, leuchtet das entsprechende Pad am MIDI-Controller ebenfalls rot. Drumpatterns können schnell eingespielt und via Transport-Tasten genauso schnell aufgenommen werden.

Eine Beleuchtung der Transport-Tasten hätte ich begrüßt, damit man diese auch in dunkleren Umgebungen schnell findet.

Alternativ zur Aufnahme lassen sich Elemente im Sequencer-Modus im FL-Studio-Sequenzer setzen. Das geht allerdings immer nur für ein Sample oder Instrument, da die 16 Pads jeweils einen Step darstellen.

Wenn mehr als 16 Sounds im Channelrack liegen, springt man zu den übrigen mit den Channelrack-Up- und Down-Tasten. Die aktive Sektion wird dann in FL Studio kurz rot eingerahmt – das gilt übrigens für alle derartigen Funktionen. Somit weiß man immer, was gerade gesteuert wird.

Lautstärke und Panning von Channelrack-Kanälen können ebenso schnell und einfach über die Potis gesteuert werden. Dafür muss nur einmal der entsprechende Modus via Shift und Channel Volume beziehungsweise Channel Pan definiert werden.

Beat it!

Im Novation FLkey 37 Test habe ich einen simplen Beat via Sequencer-Modus eingetippt. Super ist, dass man direkt im Channelrack Note Pitch, Velocity, Release Velocity, Fine Pitch, Panning, Mod X, Mod Y und Shift über die Potis steuern kann. Die acht Drehregler werden den Funktionen genau in dieser Reihenfolge von links nach rechts automatisch zugewiesen.

Novation FLkey 37 Pad-Mode: Instrument
Im Instrument-Modus lassen sich die Pads wie Keyboard-Tasten spielen.

Keyboard & Akkorde

Die Tasten des Keyboards lassen sich angenehm spielen. Ein gewisser Wiederstand sorgt dafür, dass die Anschlagsstärke beim Einspielen kontrolliert werden kann. In Anbetracht der Preisklasse des Novation FLkey 37 kann man nicht mehr erwarten – und nicht meckern.

Die Akkordhilfen können schnell und einfach aktiviert und eingerichtet werden. Auch die Custom-Akkorde lassen sich schnell basteln und einspielen. Dank des intuitiven Layouts des MIDI-Controller-Keyboards kann auch zügig zwischen den verschiedenen Modi gewechselt werden.

Plug-in-Steuerung

Da das Novation FLkey 37 auf FL Studio abgestimmt ist, lassen sich einige Stock-Plug-ins über das MIDI-Controller-Keyboard steuern. Im Test habe ich das mit FPC (virtuelle Drumpads), Sytrus (Synthesizer) und 3 OSC (Synthesizer) ausprobiert. Alle drei Plug-ins ließen sich wunderbar steuern, ohne dass ein manuelles Mapping nötig war.

Leider können Effekt-Plug-ins wie der Fruity Parametric EQ 2 nicht mit dem FLkey 37 gesteuert werden. Auch der 3-Band-Kanal-Equalizer im Mixer lässt sich nicht verbinden. Das ist wirklich Schade. Ein paar rudimentäre Mixing-Tools an der Hand zu haben, wäre super gewesen.

Ebenso werden Plug-ins von Drittherstellern nicht automatisch gemappt. Das war natürlich auch nicht zu erwarten, wäre aber ein feines Sahnehäubchen gewesen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, verschiedene Mappings für Plug-ins einzurichten. Und zwar mit dem …

Custom-Modus

Im Custom-Modus können Pads und Potis beliebigen Funktionen zugewiesen werden. Dies macht man über Novation Components. Lobenswert ist wieder, dass auch dafür keine Anmeldung nötig ist. Allerdings können Konfigurationen ohne Anmeldung auch nicht abgespeichert werden.

Leider konnte ich keine Anleitung finden, wie man eine Nutzerzuweisung der Potis für ein Drittanbieter-Plug-in, in meinem Fall Xfer Records Serum, einstellt und abspeichert.

Novation FLkey 37 side
Im Novation FLkey 37 Test hat das MIDI-Controller-Keyboard beeindruckt.

Novation FLkey 37 Test: Fazit

Für knapp 230 Euro bietet Novation mit dem FLkey 37 ein MIDI-Controller-Keyboard an, das als Instrument und DAW-Controller dient. Die Qualität von Tasten, Drehreglern und Pads ist hochwertig und die Haptik angenehm. Dank des intuitiven Layouts fand ich mich beim Novation FLkey 37 Test schnell zurecht.

Die Abstimmung auf FL Studio ist dem Hersteller hervorragend gelungen. Alle wichtigen Funktionen hat man an der Hand, sodass man zumindest beim Produzieren kaum noch auf Maus und Tastatur zurückgreifen muss. Alles in allem bekommt man in dem relativ kompakten MIDI-Controller-Keyboard eine beeindruckende Menge an Funktionen an die Hand.

Etwas schade ist, dass Novation nicht zumindest Mappings für einige bekannte Drittanbieter-Plug-ins im Custom-Modus hinterlegt. Und natürlich auch, dass Stock-Effekt-Plug-ins nicht angesteuert werden können.

Nichtsdestrotrotz hat das Gerät im Novation FLkey 37 Test einen sehr guten Eindruck gemacht. Sogar so gut, dass ich das MIDI-Controller-Keyboard nun mein Eigen nennen darf!

Sicherlich wird der ein oder andere bemängeln, dass beispielsweise die Klaviatur nicht gewichtet ist. Oder das zusätzliche Fader für die Mixer-Kanäle schön gewesen wären (Platz dafür wäre vielleicht sogar über der Transport-Sektion), wie das beim Novation Launchkey 88 mk3 der Fall ist – das aber auch gut 200 Euro mehr kostet.
In Anbetracht des Preises kann man absolut nicht meckern. Novation hat wirklich abgeliefert!

Außerdem hat der Hersteller eine meiner Meinung nach längst überfällige Lücke gefüllt, denn dedizierte FL-Studio-MIDI-Controller gibt es, bis auf den Akai Professional Fire, meines Wissens nach keine.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): (FLkey 37) 229,99 Euro, (FLkey Mini) 109,99  Euro
Weitere Infos: Novation

Pros:

  • Funktionsumfang
  • Einfache Einrichtung
  • Instrument und DAW-Controller in einem Gerät
  • Akkord-, Plug-in- und Custom-Modi
  • Abgestimmt auf FL Studio
  • Haptik
  • Interner Speicher für nutzerspezifische Akkorde

Cons:

  • Stock-Plug-ins (Effekte) können nicht über den Plugin-Modus gesteuert werden
  • Transport-Tasten nicht beleuchtet

Fotos: Hersteller, Eigene

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Multi-Effekt für Vocals

TrapTune ist ein kreativer Vocal-Effekt-Strip mit automatischem Tuner. Verschiedene Sektionen sollen das Plug-in zu einem schweizer Taschenmesser für (Sprach-)Gesänge machen. Ob die tschechischen Tüftler damit den beliebten Platzhirsch von Antares, Auto-Tune, ausstechen können, zeigt Dir der Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test.

Seitdem Trap Einfluss auf die Hip-Hop- und Rap-Szene genommen hat, ist auch die Nutzung von Auto-Tune angestiegen – zumindest ist das mein Eindruck. Selbst harte Gangsterrapper sind mittlerweile auf groovigen Trapbeats mit einer ordentlichen Dosis Auto-Tune zu hören.

So gesehen treffen Soundevice Digital/United Plugins mit TrapTune genau den Nerv der Zeit und ist zudem wesentlich günstiger als Antares Auto-Tune. Sehen wir uns das Plug-in für Windows und Mac-OS doch einmal etwas genauer an…

United Plugins TrapTune Oberfläche
Die Nutzeroberfläche von TrapTune.

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Übersicht

TrapTune ist übersichtlich in vier Sektionen aufgeteilt: Tuner, Doubler, Effekte und Levelling. Die Regler jeder Sektion sind einer immer in einer Farbe gehalten, sodass man sich schnell zurechtfindet. Außerdem kann, bis auf das Levelling, jede Sektion beziehungsweise jeder Effekt individuell de/aktiviert werden.

Features:

  • 5 Effekte in einem Plug-in
  • Stereo-Voice
  • Highpass-Filter
  • Sektionen individuell de/aktivierbar
  • Für Windows & Mac-OS, VST, VST 3, AU & AAX

Tuner

Der Tuner bietet für das Auto-Tuning Intensitiy-, Speed-, Style-, Transpose- und Formant-Shift-Regler. Über einen Switch lässt sich festlegen, ob Formanten im Original beibehalten werden sollen. Der Key des erwünschten Tunings kann aus verschieden Skalen ausgewählt werden – natürlich mit entsprechender Root Note.

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Tuner und Second Voice
Die Tuner- und Second-Voice-Sektionen im Detail.

Second Voice

Die Second Voice- beziehungsweise Doubler-Sektion fügt eine zweite Stimme hinzu. Hier gibt es Regler für Transpose und Level. Via Slider lässt sich die Oktave der zweiten Stimme tiefer oder höher transponieren. Außerdem kann sowohl die Haupt- als auch die Zweitstimme via Stereo-Voice-Switch bei Bedarf in Stereo ausgegeben werden.

>>> JMG Sound/United Plugins Nanopulse Test: Magischer Transienten-Designer <<<

Effekte

An Bord von Soundevice Digital/United Plugins TrapTune sind Distortion, Reverb und Delay. Die Effekte sind Standard mit Standard-Einstellungsmöglichkeiten. Daher werde ich nicht einzeln darauf eingehen. Es sei erwähnt, dass das Delay verschiedene Delay-Zeiten (1/64 – 1/1) und drei Types (straight, triplet, dotted) bietet.

TrapTune Delay-Zeiten

Levelling

Die Levelling-Sektion hat Regler zum Einstellen von In- und Output. Außerdem kann ein Highpass-Filter aktiviert werden. Leider wird auch im Manual nicht spezifiziert, wo dieses greift und mit welcher Flankensteilheit.

Wissenswertes

Auto-Tune beeinflusst nur Vokale: a, e, i, o, u.

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test Skalen
Verschiedene Skalen stehen zur Auswahl.

Praxis

Die Bedienung von TrapTune ist einfach und intuitiv. Man kann wenig falsch machen. Mit dem Tuner lassen sich Vocals im Nu in der Tonhöhe korrigieren und bei Bedarf transponieren. Das Pitching klingt gut und kann durch den Style-Regler verfeinert werden.

Der Doubler fügt dem Ganzen schnell eine zweite Stimme beziehungsweise Harmonie zu. Zudem können anhand des Stereo-Voice-Switches die gesamten Vocals (Stereo Voice arbeitet unabhängig von der Doubler-Sektion) in die Breite gezogen werden. Automatisiert man diesen Switch, können die Stimmen beispielsweise bei Versen mono und in Refrains stereo ausgegeben werden. Eine tolle Funktion, die den Vocals – und durchaus dem ganzen Song – einen zusätzlichen Anreiz verschafft.

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Klangbeispiele
Beispiel 1: Dry
Beispiel 1: Wet
Beispiel 2: Dry
Beispiel 2: Wet
Beispiel 3: Dry
Beispiel 3: Wet

Auch Distortion, Reverb und Delay machen einen guten Eindruck, wenngleich man hier natürlich weniger Einstellungsmöglichkeiten hat, als bei dedizierten Plug-ins. Dennoch kann man mit ihnen die Vocals standardmäßig veredeln. Allerdings ist etwas Feingefühl von Nöten, denn die Effektanteile sind sehr präsent. Im Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test haben bereits geringe Werte ausgereicht.

Da TrapTune das Audiomaterial extrem verändern kann, hätte ich mir einen globalen Mix-Regler gewünscht, um den Gesamtanteil steuern zu können. Um extreme Einstellungen nur leicht hinzuzufahren, muss das Plug-in momentan als Send-Effekt eingesetzt werden.

Beim Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test hat der Multi-Effekt einen guten Eindruck gemacht.

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Fazit

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune ist ein einfach zu bedienender Kreativ-Channelstrip für Vocals. Wer auf der Suche nach einem günstigen Auto-Tune-Plug-in ist, das darüber hinaus noch das ein oder andere Feature bietet, wird hier fündig.

Das Plug-in ist nicht auf Trap-Vocals beschränkt, sondern kann im Allgemeinen für Gesänge eingesetzt werden. Gerade wenn man weibliche Gesänge herunterpitcht und die Formaten einbezieht, kommen schnell EDM- und House-Vibes auf.

Viel mehr gibt es zu TrapTune nicht zu sagen. Es tut was es soll – und das tut es sehr gut. Einzig ein globaler Mix-Regler hat mir gefehlt, um die Gesamtstärke des Vocal-Strips steuern zu können.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 19 Euro Einführungspreis bis 30. September 2022; regulär 79 Euro
Weitere Infos: United Plugins

Pros:

  • Handhabung
  • Spielraum für eigene Kreativität
  • Alle nötigen Funktionen für professionelles Vocal-Tuning

Cons:

  • Kein globaler Mix-Regler

Fotos: Hersteller/Screenshots
Klangbeispiele: Hersteller

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Rund, warm & voll

Mit der Dan Dean Essential Bass Collection wagt sich Tracktion erstmals in die Gefielde der Saiteninstrumente vor. Sechs Bässe wurden in Zusammenarbeit mit Dan Dean gesamplet und in die virtuelle Welt portiert.

Im schwer umkämpften Plug-in-Markt versucht sich Tracktion mit der Dan Dean Essential Bass Collection im Bereich der Saiteninstrumente zu platzieren. Dafür hat sich der amerikanische Hersteller mit Multi-Instrumentalist, Producer, Komponist und Software-Entwickler Dan Dean zusammengetan. Das Resultat sind sechs virtuelle Bässe, die aus der persönlichen Kollektion Deans stammen und von ihm persönlich aufgenommen wurden.

Lull Jazz Bass-Gitarre
Die Nutzeroberfläche der Dan Dean Essential Bass Collection wird passend zum ausgewählten Bass dargestellt.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Übersicht

Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection beinhaltet die folgenden Bass-Gitarren:

  • Fender Telecaster
  • Fender Precision
  • Alembic Spoiler
  • Alembic Fretless
  • Washburn Fretless
  • Lull Jazz

Die frei skalierbare Nutzeroberfläche ist Einstellungsseitig praktischerweise für alle Instrumente gleich. Lediglich das Abbild der Bass-Gitarre und das Farbschema ändern sich mit der Auswahl einer Bass-Gitarre.

Die Oberfläche ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Der Pitch kann via Octave- und Semitone-Regler justiert werden. Zudem kann der Spielraum von Pitchbend (up und down) angegeben werden. Dieser erstreckt sich von -60 bis +60 Halbtönen.

Features:

  • 6 Bass-Gitarren
  • 6 emulierte Verstärker
  • Integriertes Effekt-Rack
  • Verschiedene Spielweisen zur Auswahl

Unterhalb der Pitch-Sektion können Decay und Release der Hüllkurve eingestellt werden. In der daneben befindlichen Output-Sektion werden Velocity und Lautstärke (Volume) eingestellt. Der Velocity-Regler bestimmt, wie stark der Bass auf die eingespielte Anschlagsstärke reagiert. Steht Velocity auf 0, wird die Anschlagsstärke nicht einbezogen. Ganz aufgedreht wird das Signal so wiedergegeben, wie es eingespielt wird.

Der Release-Noise-Regler (Rel Noise) stellt die Lautstärke der Release-Samples ein, die nach dem Spielen einer Note ausgelöst werden. Dies soll für einen natürlichen Klang sorgen. Je stärker die Velocity, desto lauter das Release Noise. Entsprechend lässt sich hier die Balance noch anpassen.

>>> Cableguys & Nicky Romero Kickstart 2 Test: Drop the bass <<<

Darüber hinaus kann Glide wahlweise aktiviert werden. Glide Rate, Glide-Art (Portamento/Glissando) und Legato bestimmen das Verhalten. In der Voices-Sektion wird die maximale Anzahl der Stimmen festgelegt. Je mehr Stimmen, desto höher die CPU-Last. Außerdem lassen sich hier ein Mono- und MPE-Modus aktivieren sowie der Kammerton (Tune) einstellen.

Die über 100 mitgelieferten Presets geben Starthilfe – allerdings mit einem kleinen Haken. Auf diesen komme ich im Praxis-Teil des Dan Dean Essential Bass Collection Tests nochmal zurück.

Tracktion Dan Dean-Essential Bass Collection Presets
Der Preset-Browser.

Bass-Verstärker

Natürlich darf bei einem Bass der Verstärker nicht fehlen. Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection ist mit sechs emulierten Amps ausgestattet, die nach ihrer Charakteristik benannt sind:

  • Modern
  • Acoustic Bass
  • Subtle
  • Classic
  • Vintage
  • Round
  • Wooden

Welche Amps genau als Vorbilder für die Emulationen gedient haben, verrät Tracktion nicht. Auf Nachfrage erklärt der Entwickler, dass zwar ausgewählte Moderne und Vintage-Verstärker emuliert wurden, aber nicht gänzlich. Deshalb können keine konkreten Namen genannt werden. Die virtuellen Amps sind aber von den Hardware-Geräten inspiriert.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Effekte

Plug-in-typisch ist auch die Bass Collection mit integrierten Effekten ausgestattet. Equalizer, Distortion, Phaser, Chorus, Kompressor, Filter, Delay und Reverb können nach Geschmack eingesetzt werden. Maximal fünf Effekte können simultan dazu gefahren werden. Effektslot 1 ist fest mit dem Equalizer belegt. Die vier weiteren Slots stehen zur freien Verfügung.

Die Effekte sind in Reihe, von links nach rechts, geschaltet. Das gesamte Effektlevel kann über den großen FX-Regler auf der Hauptseite dosiert werden.

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Effekte
Die integrierten Effekte haben einen guten Eindruck im Dan Dean Essential Bass Collection Test gemacht.

Praxis

Zu Beginn fällt gleich positiv auf, dass man über den Browser zwischen den verschiedenen Bässen wechseln kann, ohne dafür einzelne Plug-in-Instanzen laden zu müssen. Anhand der Presets lässt sich ohne große Mühe ein passender, grundlegender Bass-Sound finden.

Apropos Presets: diese sind etwas zwiespältig zu betrachten. Es gibt zwei Hauptkategorien, die mit „Dan Dean Essential Bass“ und „Dan Dean Essential Bass FX“ beschriftet sind. Bei den Bass-Gitarren selbst kann man zwischen verschiedenen Spielweisen, wie Plektrum, Finger und Slap, wählen.

Die FX-Kategorie beinhaltet Presets für die integrierten Effekte. Diese können frei mit Bass-Gitarren-Presets kombiniert werden. An für sich ist diese Beigabe eine tolle Sache. Allerdings hatte ich bei den über 100 verschiedenen Presets welche erwartet, die sich rein auf die Bässe beziehen und nicht auch auf die Effekte.

Doch zurück zum Dan Dean Essential Bass Collection Test: Die Oberfläche des Plug-ins ist übersichtlich gestaltet, sodass man sich schnell zurecht findet. Die Klanqualität ist beeindruckend. Man hat wirklich das Gefühl, einem Bass-Gitarristen zuzusehen und die Schwingungen der Saiten wahrzunehmen. Auch wenn die Envelope-Sektion nur Decay- und Release-Regler hat, lässt sich damit doch viel anstellen. Die Attack wird über die oben genannte Spielweise beeinflusst. Anhand dieser durchaus gering erscheinenden Einstellungen kann der Klang schnell und unkompliziert geformt werden.

Verstärker & Effekte

Die integrierten Amps klingen ebenfalls sehr angenehm. Verschiedene Nuancen lassen sich dem Klang mit ihrer Hilfe hinzufügen. Leider gibt es keine Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man den Klang noch etwas hätte beeinflussen können.

Der Feinschliff erflogt mit den Effekten. Mir gefällt gut, dass sich Tracktion auch hier Mühe gegeben hat. Der Kompressor hat ein Input-, Gain-Reduction- und Output-Meter. Es gibt verschiedene Distortion- und Reverb-Typen und ein Filter, das mit Redux, Sallen-Key-LP und Comb auch Kreativität zulässt.

Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection Test: Alembic Spoiler
Die Alembic Spoiler Bass-Gitarre.

Dan Dean Essential Bass Collection Test: Fazit

Die Tracktion Dan Dean Essential Bass Collection bietet eine vollwertige Kollektion von Bass-Gitarren inklusive Amp-Emulationen und Effekten. Beim Sampling hat sich Dan Dean große Mühe gegeben – das hört man nicht nur, sondern spürt es auch. Die Klangqualität ist hervorragend und natürlich. Dafür sorgen nicht zuletzt die Einstellungsmöglichkeiten von Velocity und Release Noise.

Einstellungsseitig scheint die Collection auf den ersten Blick etwas spartanisch, hat aber alles, was man braucht. Vor allem das einfache Wechseln zwischen verschiedenen Bässen empfinde ich als großen Pluspunkt – und als große Zeitersparnis.

Insgesamt ist die Essential Bass Collection ein hervorragendes virtuelles Instrument und hat mich im Test überzeugt. Der Preis von etwa 97 Euro für die sechs Bass-Gitarren und Verstärker geht absolut in Ordnung.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 99 USD
Weitere Infos: Tracktion

Pros:

  • Einfaches Wechseln zwischen verschiedenen Bässen
  • Amp-Emulationen & Effekte integriert
  • Sehr hohe Klangqualität
  • Velocity & Release-Notes einstellbar

Cons:

  • Keine Einstellungsmöglichkeiten der Amps

JMG Sound/United Plugins Nanopulse Test: Magischer Transienten-Designer

Seit 2019 veröffentlicht das tschechische Plug-in-Kollektiv United Plugins Tools verschiedener Entwickler. Einige davon haben mich bereits mit ihren frischen und kreativen Ansätzen begeistert. Ob dies auch dem heute präsentierten Transienten-Designer gelingt, zeigt sich im JMG Sound/United Plugins Nanopulse Test.

Selbstsicher preisen United Plugins das heute veröffentlichte Nanopulse als „erweiterten und magischen Transienten-Designer“ an. Ich durfte das Plug-in vorab testen und auf Erweiterungen und Magie prüfen. Doch bevor wir uns das Plug-in ansehen, gibt es eine kurze Einführung zum Thema „Transient“.

JMG Sound/United Plugins Nanopulse Screenshot
Die Nutzeroberfläche von JMG Sound/United Plugins Nanopulse.

Features

  • 64 Transienten-Charaktere
  • Multiband-Shaping
  • Drei Detector-Modi
  • Verschiedene Listen-Modi
  • Limiter
  • Dry/Wet-Regler
  • Für Windows und Mac-OS, VST, VST 3, AU & AAX

Was ist ein Transient?

Ein Transient ist der Anschlag eines Sounds und wird oft auch als „Attack“ oder „Punch“ bezeichnet. Es ist ein kurzer, perkussiver Klanganteil eines Gesamtsounds, der einem Klick ähnelt.

Am einfachsten lässt sich ein Transient mit Hilfe von Hörbeispielen erklären. Kürzlich durfte ich den Kickdrum-Designer Tracktion Chop Suey testen. Damit können einzelne Komponenten einer Bassdrum zu einem Gesamtbild geformt werden. In Chop Suey kann unter anderem aus verschiedenen Transienten gewählt werden. Nachfolgend kannst du die komplette Kickdrum und den solierten Transient hören:

Transient: Hörbeispiele

Linn Drum – Nur Transient
Linn Drum – Full
909 Drum – Nur Transient
909 Drum – Full

JMG Sound/United Plugins Nanopulse Test: Oberfläche

Die dreidimensionale Oberfläche von Nanopulse sieht modern und cool aus. Irgendwie hat es für mich etwas Sci-Fi-/Raumschiff-mäßiges. Links oben über dem weiß hervorgehobenem Bedienfeld können Presets geladen werden.

Rechts oben können ein Limiter de-/aktiviert und via Klick auf „Random“ zufällige Einstellungen für den Nanopulse-Enhancer generiert werden. Außerdem gibt es hier Undo-, Redo- sowie einen Power-Knopf. Letzterer fungiert als Bypass.

Das mittige Bedienfeld, das von einem Input- und Output-Meter umrandet ist, bietet einen Transienten-Enhancer und -Shaper. Sowohl der bearbeitete als auch der Original-Transient können mittels separaten Drehreglern dosiert werden.

Der Enhancer selbst bietet 64 verschiedene Transienten-Charaktere zur Auswahl. Diese wiederum lassen sich via Pitch-, Tone- und Resonance-Regler bearbeiten.

Der Shaper von Nanopulse kann  Attack und Sustain von Tiefen, Mitten und Höhen beeinflussen.
Der Shaper von Nanopulse kann Attack und Sustain von Tiefen, Mitten und Höhen beeinflussen.

Shaper

Der Multiband-Shaper von JMG Sound Nanopulse kann drei Bänder bearbeiten: Tiefen, Mitten und Höhen. Unabhängig voneinander lassen sich Attack und Sustain für jedes Band separat anheben oder absenken. Die Übergangsfrequenz (Cross) der Bänder kann individuell eingestellt werden. Deren Steilheit beträgt wahlweise 6, 12 oder 24 dB.

Außerdem lässt sich aus verschiedenen Listen-Modi auswählen. Damit können beispielsweise nur die tiefen Frequenzen oder nur die Attack der Mitten abgehört werden.

Detector

Neben den In- und Output-Reglern bleibt nun nur noch der Detector zu erwähnen. Diesen findet man am unteren Fensterrand. Wie der Name bereits andeutet, ist der Detector für die Erkennung der Transienten zuständig. Für die Erkennung stehen die drei Modi „Smart“, „Spectral“ und „Fast“ zur Auswahl. Über „Time“ definiert man, wie schnell die Erkennung greifen soll.

Diverse Presets geben Starthilfe.
Diverse Presets geben Starthilfe.

Praxis

JMG Sound/United Plugins Nanopulse bietet sich in erster Linie für den Einsatz auf perkussiven Instrumenten wie Drums und Plucks an. Ich habe die magische Zauberkiste auf Drums, Bass, Gitarren und Keys ausprobiert.

Transienten lassen sich im Allgemeinen sehr gut mit Nanopulse herausarbeiten. Die verschiedenen Charaktere klingen gut und bieten eine breite Klangvielfalt. Dank des Multiband-Shapers können auch Drum-Loops Durchsetzungskraft und Crisp/Air verliehen werden. Das gilt natürlich auch für dem Drum-Bus.

Für die Snare im Einzelnen habe ich den Resonanz-Slider automatisiert, sodass dieser über den Build-up hinweg aufmacht. Damit lässt sich zusätzlich Spannung erzeugen. Allerdings sollte man vorsichtig sein. Wenn die Resonanz ungünstig mit einer Frequenz des Instruments überlappt, wird es unangenehm.

Zum Abhören kann in Nanopulse aus verschiedenen Listen-Modi gewählt werden.
Zum Abhören kann aus verschiedenen Listen-Modi gewählt werden.

Doch das Plug-in hat mir im JMG Sound/United Plugins Nanopulse Test auch auf Bass, Gitarre und Keys gut gefallen. Die verschiedenen Detector-Modi sind hierbei durchaus hilfreich. Gerade der Spectral-Modus, der tonal agiert, eignet sich für melodische Instrumente. Mit dem Multiband-Shaper lassen sich zudem interessante Eingriffe vornehmen: Ein Sound kann damit grundlegend verändert werden.

Lobenswert hervorzuheben sind die flexibel einstellbaren Cross-Frequenzen und deren Slope. Diese werden durch die verschiedenen Listen-Modi ergänzt. Zu jeder Zeit kann so gut nachvollzogen werden, was gerade passiert.

Nanopulse-Logo

Fazit

Nanopulse kann klassisch als Transienten-Designer eingesetzt werden, um die Attack beziehungsweise den Punch eines Instruments zu bearbeiten. Doch das Plug-in nur darauf zu reduzieren, finde ich falsch. Hinter Nanopulse verbirgt sich wesentlich mehr. Und gerade im Sounddesign-Kontext lassen sich wilde Experimente mit dem Tool anstellen.

Ich würde Nanopulse daher auch als Finisher-Plug-in beschreiben – Denn es kann einem Sound den letzten Feinschliff, das gewisse Etwas, verleihen.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 19 Euro Einführungspreis bis 3. Juli 2022; regulär 79 Euro
Weitere Infos: United Plugins

Pros:

  • Verschiedene Transienten-Charaktere
  • Vielseitig einsetzbar
  • Handhabung

Cons:

  • Keine

Fotos: Hersteller/Screenshots

Tracktion Chop Suey Test: Operation Kickdrum

Tracktion Chop Suey vereint das Wissen eines bekannten Techno-Produzenten mit der Erfahrung eines szenebekannten Programmierers. Das Resultat ist ein vielseitiger Baukasten für elektronische Kickdrums, der Chop Suey getauft wurde. Langwierige Suchen nach geeigneten Samples und aufwändiges Layern sollen damit der Vergangenheit angehören.

Die Kickdrum gehört in den meisten Genres zu den wichtigsten Rhythmuselementen. Um eine passende Kick zu finden, geht meistens viel Zeit und Energie verloren. Man wühlt sich durch virtuelle Berge an Samples und findet dann doch einfach nicht das richtige. Mir ging es oft sogar so, dass ich nach einer langwierigen, meist erfolglosen Suche die Lust am Projekt temporär verloren habe.

Ähnliche Erlebnisse hatten wohl auch Techno-Produzent Björn Torwellen und Programmierer Peter V (aka Dawesome). Deshalb haben sie gemeinsam Tracktion Chop Suey entwickelt. Der virtuelle Kickdrum-Designer unterteilt die Bassdrum in drei Teile. Jedes Teil kann anschließend individuell geformt und mit den anderen für eine perfekte Kickdrum kombiniert werden.

Tracktion Chop Suey
Die Nutzeroberfläche von Chop Suey.

Tracktion Chop Suey Test: Erster Eindruck

Die in schwarz gehaltene Nutzeroberfläche von Tracktion Chop Suey ist übersichtlich gestaltet. Oben kann das Tempo in bpm manuell eingestellt oder mit der DAW synchronisiert werden. Ein Knopf mit der Aufschrift „Play“ spielt die Kickdrum bei Bedarf in einem four-on-the-floor-Pattern ab. Rechts oben ist eine Pegelanzeige mit Lautstärke-Fader.

Die mittig angebrachte Anzeige/Filtersektion visualisiert die drei Teile „Transient“, „Body“ und „Tail“, in die Chop Suey eine Bassdrum teilt. Neben den Wellenformen und der Länge der Sektionen werden hier auch Automationslinien für die globalen Parameter eingeblendet.

Features

  • Für Windows und Mac-OS, VST 3 & AU
  • Individuelle Bearbeitung von Transient, Body & Tail
  • Echtzeit-Anzeige
  • Parameter innerhalb von Chop Suey automatisierbar
  • Import eigener Samples
  • Große Auswahl an Presets

Globale, automatisierbare Parameter sind Pitch, Cutoff, Beef (Saturation), Reso (Resonanz), Glue (Kompression und Distortion) und Gain. Außerdem gibt es noch Punch Protect und Clip. Letzteres aktiviert das Hard Clipping. Punch Protect schützt die tiefen, punchigen Frequenzen vor Filtereinfluss. Ist dieser Modus aktiv, bleiben Frequenzen unterhalb von 150 Hz unberührt.

Zu guter Letzt bleiben noch Schiebregler für Skew und Zoom. Beide betreffen die visuelle Anzeige in der Mitte. Zudem ist neben diesen Reglern ein Auto-Knopf, der die Visualisierung der Kickdrum der Anzeigengröße anpasst.

Transient, Body & Tail

Im unteren Drittel von Tracktion Chop Suey sind die Einstellungsmöglichkeiten für die drei Sektionen Transient (gelb), Body (grün) und Tail (blau) angebracht. Jede Sektion kann individuell bearbeitet, soliert und gemutet werden. Einstellungsseitig sind vier Schiebregler für Offset, Phase, Pitch und Gain gegeben. Oben an den Modulen sind Pfeile angebracht, die auf die danebenliegenden Teile/Sektionen zeigen. Mit einem Klick auf einen Pfeil wird das geladene Preset auf die ausgewählte Sektion kopiert.

Tracktion Chop Suey Presets
Nur die Presets für Tail…

Getrennt? Oder zusammen?

Die Komponenten der oben genannten Teile können individuell zusammengestellt werden. Dafür gibt es drei Menüpunkte, die den Name der jeweiligen Sektion tragen. Sowohl für Transient und Body als auch für Tail gibt es eine Vielzahl an Presets (siehe Screenshot).

Des Weiteren gibt es im Tracktion Chop Suey Test „Basic Waves“, also zum Beispiel eine Sinus- oder Sägezahnwelle, sowie Kicks und Drumkits zu entdecken. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man also auch eine „komplette“ Kickdrum laden und muss nicht Einzelteile zusammenfügen.

Eigene Samples laden

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Sample doch fündig geworden ist, kann dieses via drag & drop in Chop Suey importieren. Das Sample wird ebenfalls in Transient, Body und Tail gesplittet und nur auf den Teil angewandt, auf dem man es ablegt. Will man Transient und Tail eines eigenen Samples haben, muss dieses also zweimal in Chop Suey importiert werden. Nach dem Import kann es mit den oben genannten Parametern bearbeitet werden.

>>> Gratis Samples:

SoundChills – Free Kickdrums <<<

Tracktion Chop Suey Automation
Automationen werden visuell dargestellt und lassen sich einfach einzeichnen.

Tracktion Chop Suey Test: Praxis

Tracktion Chop Suey hat einen praktischen „straight forward“-Ansatz. Dank der Farbkodierung lässt sich einfach erkennen, welche Sektion gerade bearbeitet wird. Für den Anfang habe ich einfach die entsprechenden Presets der Sektionen geladen und mich durchgeklickt, bis mir etwas gefallen hat. Es sind viele unterschiedliche Klänge vorhanden, sodass durchaus interessante, unerwartete Kicks entstehen. Doch auch wenn ich mir vorab einen Sound überlegt hatte, bin ich recht zügig an diesen herangekommen. Es macht Spaß, mit den Parametern zu experimentieren. Sehr hilfreich ist der Phase-Regler, mit dem sich Phasenprobleme im Nu beheben lassen. Auch die Möglichkeit, die Länge der einzelnen Teile anzupassen, ist super. Damit können sowohl knackige, kurze Kicks als auch gedehnte 808s kreiert werden.

Die Wellenformen der einzelnen Teile werden übrigens bei einer Veränderung von beispielsweise Pitch oder Phase in Echtzeit angezeigt.

Spielereien

Um globale Einstellungen zu automatisieren, bedarf es nur einen Klick auf die entsprechende Funktion. In der Anzeige wird folglich eine Linie dargestellt. Via Doppelklick in die Anzeige können nun einzelne Automationspunkte erstellt und verschoben werden. Somit waren Automationen von Cutoff, Reso oder Glue ein Kinderspiel.

Experimentierfreudige Fans elektronischer Bassdrums werden mit Tracktion Chop Suey sicherlich Spaß haben.

Schade ist, dass sich die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten nicht separat de-/aktivieren lassen. Vor allem für Pitch wäre eine schnelle A/B-Abhörmöglichkeit hilfreich gewesen.

Tracktion Chop Suey Meme

Die Importfunktion von Samples ist ebenfalls eine tolle Addition. So können eigene Samples individualisiert werden. Oder lassen sich einfach nur durch Tausch eines einzigen Teils feinschleifen. Im Test hat der Import und Tausch von Sektionen in Chop Suey problemlos funktioniert.

Außerdem: Wer sagt denn, dass man nur Bassdrum-Samples importieren darf…? Der Body einer Clap oder der Transient einer Hi-Hat können genauso zu spannenden Ergebnissen führen.

Fazit

Tracktion Chop Suey ist wahrlich ein Baukasten für Kickdrums. Die Flexibilität, der Import eigener Samples und die große Auswahl an Presets machen das Plug-in zu einer Spielwiese für Sounddesigner. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um mich einzuarbeiten und die Sounds kennenzulernen. Doch recht schnell konnte ich passable Kickdrums kreieren und im Vergleich zur manuellen Sample-Suche auch Zeit sparen.

Experimentierfreudige Fans elektronischer Bassdrums werden mit Tracktion Chop Suey sicherlich Spaß haben. Doch auch Einsteiger, die Kickdrums erforschen und deren Komponenten kennenlernen wollen, können zu dem Kickdrum-Designer greifen.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 89 USD
Weitere Infos: Tracktion Chop Suey

Pros:

  • Handhabung
  • Import eigener Samples
  • Presets für Einzelteile & komplette Kickdrums

Cons:

  • Kein Bypass für Einstellungen

Fotos: Hersteller/Eigene

Baby Audio Crystalline Test: Traumhafte Räume

Crystalline ist der neuste Streich aus dem Hause Baby Audio. Das Reverb-Plug-in lockt mit einem kreativen Ansatz und einzigartigen Funktionen. Wird der neue state-of-the-art-Reverb dem selbsternannten Ruf gerecht? Der Baby Audio Crystalline Test gibt Antworten.

Die dänische Plug-in-Schmiede Baby Audio gibt es gerade einmal gut drei Jahre (2019 gegründet). Dennoch hat sich das Team um Baby-Audio-Gründer Caspar Bock mit seinen Produkten schnell einen guten Ruf in der Audioszene erarbeitet. Dafür dürften nicht zuletzt der Kreativansatz der Plug-ins sowie deren innovative Funktionen verantwortlich sein. Auch der neue Reverb namens Crystalline teilt die eben genannten Eigenschaften.

Baby Audio Crystalline on Mix-Send

Baby Audio Crystalline Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche von Crystalline lässt sich wahlweiße in den Farben schwarz oder weiß darstellen. Für das Formen des Klanges gibt es vier Sektionen: Reflections, Depth, Clean-Up und Shape. Jede dieser Sektionen bietet wiederum separate Einstellungsmöglichkeiten. Auf diese gehe ich später näher ein.

In der Mitte des Windows- und Mac-OS-kompatiblen Plug-ins ist ein Analyzer eingebettet, der den Wellengang des Halls bildlich in Echtzeit darstellt. Darunter findet sich eine der Besonderheiten von Crystalline: Start- (Pre-Delay) und End- (Delay) Zeiten lassen sich wahlweise in Millisekunden oder BPM-synchron zur DAW einstellen.

Features

  • Umfangreiche Einstellungen für die Klangbearbeitung
  • Echtzeit-Analyzer
  • Start- und Endzeit in Millisekunden oder BPM-synchron zur DAW einstellbar
  • Integriertes Gate
  • Ducker
  • Reverse- und Freeze-Modi

Zu guter Letzt bleibt noch die Output-Sektion zu erwähnen, die unten in der Mitte des Plug-ins angesiedelt ist. Ein Ducker sowie das Dry/Wet-Verhältnis können via Slider individuell dosiert und de/aktiviert werden. Zudem lässt sich der Hall anhand der Rev- und Frz-Knöpfe umkehren (reverse) und einfrieren (freeze).

Klangeinstellungen im Detail

Kommen wir nun nochmal auf die vier Soundshaping-Sektionen zurück. Folgende Einstellungsmöglichkeiten sind an Bord:

Baby Audio Crystalline on Guitar

Reflections

  • Size (tiny, small, medium, large, spacey)
  • Sparkle ( 0 bis 100)
  • Width (-100 bis +100)

Depth

  • Resolution (basic, high, prestine)
  • Modulation (0 bis 100)
  • Shimmer (de/aktivierbar), (Modi: 2x, 4x, 6x / 2 kHz, 4 kHz, 8 kHz)

Clean-Up

  • Damping (High-/Lowpass-Filter)
  • Sides (Filter für das Seitensignal, 20 Hz bis 20 kHz)
  • Gate (Threshold, Release)

Shape

  • Tone (-100 bis +100)
  • Smoothing (0 bis 100)
  • Transients (Attack, Sustain)

Übrigens bietet Baby Audio Crystalline einen Eco Mode. Dieser schont die Ressourcen des Rechners, deaktiviert aber auch „Shimmer“ und setzt die Resolution auf „basic“.

Baby Audio Crystalline on Keys

Baby Audio Crystalline Test: Praxis

Ausprobiert habe ich Baby Audio Crystalline auf Snare, Vocals, Hi-Hats, Percussions, Gitarren, Keys und dem Mixbus. Für den Einstieg geben unzählige Presets Hilfestellung. Unter diesen finden sich nicht nur hauseigene Presets, sondern auch welche von verschiedenen Produzenten und Toningenieuren. In Anbetracht der Menge an Presets wäre eine Suchfunktion hilfreich gewesen, um sich das mühselige Durchklicken zu ersparen.

Fairerweise möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass man über den Load-Preset-Knopf den Preset-Ordner im Explorer (Windows, Finder bei Mac-OS) öffnen und dessen Suchfunktion nutzen kann.

Baby Audio Crystalline audiobeispiele
Percussion Dry
Percussion Wet
Snare Dry
Snare Wet
Gitarre Dry
Gitarre Wet

Crystalline lässt sich spielerisch leicht bedienen. Ohne groß nachzudenken habe ich mich einfach treiben lassen und mit den Parametern experimentiert. Die Sync-Funktion, die Start- und Endzeit von Millisekunden in BPM und vice versa umwandelt, finde ich super. Irgendwie scheinen diese Werte verständlicher – zumindest für mich.

Doch auch die anderen Einstellungen liefern, was sie versprechen. Dank der übersichtlichen Oberfläche und intuitiven Gestaltung lässt sich einem Hall im Nu mehr Präsenz via Sparkle oder eine andere Textur via Resolution verleihen. Die Klangqualität ist hoch und bleibt auch bei extremen Einstellungen klar und verzerrungsfrei.

Crystalline lässt sich spielerisch leicht bedienen. Ohne groß nachzudenken habe ich mich einfach treiben lassen und mit den Parametern experimentiert.

Mit dem integrierten Gate hat man neben der Modulation eine weitere Effektmöglichkeit an Bord, die Baby Audio Crystalline wirklich zu einem all-in-one-Reverb macht. Auch das M/S-Filter sei an dieser Stelle lobenswert erwähnt.

Einzig die Einstellung der Raumgröße (size) fand ich etwas unglücklich: Die fünf verschiedenen Größen sind jeweils als horizontale Linie dargestellt. Die kürzeste Linie bezeichnet den kleinsten Raum. Die längste den größten Raum. Durch einen Klick auf eine Linie wählt man die Raumgröße. Allerdings sind die Linien recht nah zusammen, sodass ich des Öfteren versehentlich auf die falsche Raumgröße geklickt habe.

Für mich wäre es besser gewesen, wenn man die Raumgrößen via Klick auf den Size-Knopf nacheinander durchspringen könnte. Allerdings ist das Meckern auf sehr hohem Niveau, reine Geschmackssache und ändert nichts an der beeindruckenden Qualität von Crystalline.

Baby Audio Crystalline on Snare

Fazit

Mit Crystalline präsentiert Baby Audio ein umfangreiches, hochqualitatives Reverb-Plug-in, das absolut überzeugen konnte. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielseitig. Crystalline ist eine gelungene Verschmelzung von Studio- und Kreativansatz – ohne dabei zu viel oder zu wenig von beiden Seiten zu bieten.

Es macht Spaß, mit Crystalline zu experimentieren. Die intuitive Handhabung sorgt dafür, dass man genau dies tut, ohne es überhaupt bewusst wahrzunehmen (im positivsten aller Sinne). Für 99 USD kann ich Crystalline guten Gewissens empfehlen.

Und damit schließe ich diesen Test mit einem Zitat von der Baby-Audio-Website ab:

„Its rooms and halls won‘t sound anything like those in your house – but closer to those of your dreams!”

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 99 USD
Weitere Infos: Baby Audio Crystalline

Pros:

  • Klangqualität
  • Vielseitigkeit
  • Handhabung
  • BPM-Sync von Start und End

Cons:

  • Keine Suchfunktion für Presets im integrierten Browser

Fotos: Hersteller/Eigene

Cableguys & Nicky Romero Kickstart 2 Test: Drop the bass

Cableguys haben in Zusammenarbeit mit DJ und Produzent Nicky Romero dem Sidechainig-Effekt Kickstart ein Update spendiert. Was Kickstart 2 besser macht als den Vorgänger und ob sich ein Update lohnt, erfährst Du in diesem Cableguys und Nicky Romero Kickstart 2 Test.

Cableguys und Nicky Romero Kickstart 2 ist die neue Version des beliebten Sidechaining-Plug-ins. Gleichzeitig beweist das schlanke Tool, dass Plug-ins nicht immer große Komplexität und unzählige Funktionen mit sich bringen müssen, um Abnehmer zu finden. Natürlich wurde Kickstart 2 funktionsseitig erweitert, dennoch dient der Effekt einem einzigen Zweck: Sidechaining. Und das geht nun auch für komplexe Drum-Pattern dank drei neuen Trigger-Modi. Außerdem kann der Effekt nun ausschließlich auf eine ausgewählte Bandbreite angewendet werden.

Erster Eindruck

Die Oberfläche von Kickstart 2  ist übersichtlich gestaltet und nicht wie Kickstart 1 in einem lila-grau-, sondern in einem gelb-grau-Schema gehalten. Ansonsten gleicht das Aussehen dem Vorgänger größtenteils, bis auf die neu hinzugekommenen Funktionen. Unterhalb des großen, links angebrachten Mix-Reglers findet sich die Multiband-Funktion in Form eines Sliders. Ist der Knopf „Band“ aktiv, lässt sich der Frequenzbereich, der vom Sidechaining betroffen ist, zwischen 20 Hz und 5,12 kHz eingrenzen. Mit einem Klick auf das oberhalb vom Band-Slider angebrachte Kopfhörersymbol kann nur das betroffene Frequenzspektrum abgehört werden.

Features:

  • 16 vorgefertigte Sidechaining-Kurven
  • Drei Trigger-Modi (Sync, MIDI, Audio)
  • Split-Band zum Eingrenzen des beeinflussten Frequenzbereichs
  • Visuelle Anzeige von Wellenformen

Des Weiteren wurde der Analyzer verbessert. Sowohl die Wellenform von Kickdrum als auch Bass werden nun visuell dargestellt. Die Sidechain-Kurve kann anschließend durch Klicken und Ziehen mit der Maus einfacher und genauer angepasst werden, als das bei Kickstart 1 noch der Fall war.

Trigger-Modi

Die Trigger-Modi „Sync“, „Audio“ und „MIDI“ finden sich links oben neben den Taktangaben. Mit ihnen wird Kickstart 2 wahlweise zum Tempo der DAW synchronisiert, oder via MIDI- oder Audio-Input getriggert. Letzteres nutzt den Sidechain-Eingang des Plug-ins.

An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass es eine integrierte Hilfe gibt. Diese wird automatisch angezeigt, wenn MIDI- oder Audio-Input nicht richtig konfiguriert sind. Ein Link leitet direkt auf eine Help-Page von Cableguys weiter. Dort sind die meisten populären DAWs gelistet, sodass man gezielt Infos zur eigenen DAW findet – super!

Praktisch: Ist der MIDI- oder Audio-Trigger nicht richtig konfiguriert, wird sofort Hilfe angeboten – und das sogar maßgeschneidert auf die eigene DAW!

Cableguys & Nicky Romero Kickstart 2 Test: Praxis

Cableguys und Nicky Romero Kickstart 2 ist einfach und intuitiv zu bedienen. Das Plug-in wird auf dem Signal, das gesidechaint beziehungsweise geduckt werden soll, insertiert. Anschließend muss nur noch das Timing und Triggering eingestellt werden und schon entsteht der gewünschte Effekt. Zum Triggern durch MIDI oder Audio müssen natürlich vorab Noten programmiert oder eine Audioquelle via Sidechain-Eingang eingespeist werden. Im Falle meines Tests hat alles einwandfrei geklappt. Innerhalb weniger Minuten duckte sich auch eine Bassline passend zu einer unregelmäßig spielenden Kickdrum.

Fazit

Kickstart 2 tut einfach genau das, was es soll: Sidechaining. Nicht mehr. Nicht weniger. Die neuen Trigger-Modi sind sehr hilfreich und eine gute und sinnvolle Addition.

Für nur 14 Euro sollte man Cableguys und Nicky Romero Kickstart 2 nicht missen. Besitzer von Kickstart 1 können für fünf Euro auf die neue Version upgraden.
Das Plug-in läuft unter Windows und Mac-OS als VST, VST 3, AU und AAX.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 14 Euro
Weitere Infos: Cableguys/Nicky Romero Kickstart 2

Pros:

  • Einfaches Handling
  • Für jedes Audiomaterial anwendbar dank MIDI- und Audio-Triggering

Cons:

  • Keine

Fotos: Screenshots