Montag, 20. Juli 2026
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Firmen-Portfolio von Native Instruments aufgelöst

von SoundChills
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Mann sitzt vor einem Bildschrim und Laptop in einem Homestudio mit roter Beleuchtung

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Nachdem Native Instruments einmal mehr Insolvenz angemeldet haben, wurde das Unternehmen von inMusic übernommen. Nur wenige Wochen später wurden dann iZotope und schließlich auch Brainworx und Plugin Alliance verkauft.

Ein paar Wochen nach der Übernahme von Native Instruments durch inMusic wurde das ursprüngliche Portfolio des Unternehmens aufgelöst. In den vergangenen Jahren hatten Native Instruments die Marken iZotope, Brainworx und Plugin Alliance gekauft. Die Marken und Firmen blieben zwar erhalten, liefen aber unter dem Schirm des Berliner Software-Giganten. Ursprünglich sollten alle Marken einschließlich Native Instruments unter dem Kollektiv „Soundwide“ vereint werden, dieses Vorhaben schlug aber fehl. Die Insolvenz im Januar diesen Jahres kam nur teilweise überraschend, da in den vorausgegangenen Monaten kaum innovative Produkte mehr veröffentlicht wurde und sich Unmut und Kritik in der Community verbreiteten. Auch mir selbst ging es nicht anders: Kontakt 8 war und ist nach wie vor eine Enttäuschung, um ein Beispiel zu nennen.

Für die Nutzenden stellt sich in solch einer Situation immer die Frage, wie es mit den Produkten und dem Support weitergeht. Native Instruments beteuerten mehrmals, dass weiterhin an bestehenden und neuen Produkten gearbeitet wird. Ob das Unternehmen es wirklich schafft, das Runder nochmal herumzureisen, bleibt abzuwarten. Ich würde es ihnen wünschen, habe aber wenig Hoffnung.

Umso erfreulicher ist es, dass iZotope, Brainworx und Plugin Alliance wieder neue beziehungsweise neue alte Besitzer gefunden haben und nicht mehr vom Native-Instruments-Konstrukt abhängig sind. Anfang Juni gab Boris FX bekannt, dass sie iZotope übernommen haben. Das US-amerikanische Unternehmen ist eigentlich auf Videosoftware und -produktion spezialisiert, scheint sich aber seit etwa zwei Jahren auch verstärkt im Audiobereich platzieren zu wollen, was durch die Auslösung der DAWs Sequoia, Samplitude, Sound Forge und Acid Pro von Magix deutlich wurde. iZotope ist dann natürlich nicht die schlechteste Wahl, um das Portfolio auszubauen.

Was Brainworx und Plugin Alliance betrifft, sind die nun wieder in den Händen ihres Gründers Dirk Ulrich. In einem Post teilte er mit, dass die beiden Firmen seit dem 15. Juli wieder in seinem Besitz sind. Beide Unternehmen werden unter dem Schirm von RCKFRC laufen, unter dem Ulrich bereits weitere Marken wie Apogee und Manley führt.

Als Motivation für diesen Schritt nennt Ulrich die Sorgen der Community bezüglich Software-Support und -Entwicklung. In den kommenden Wochen soll eine Roadmap folgen, in der Versprechen und Ziele transparent kommuniziert werden.

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