Sugar Bytes Graindad: Let it grain

Sugar Bytes Graindad ist ein granularer Multi-Effekt, der auf verschiedene Trigger reagiert. Über 60 Grains können in Echtzeit manipuliert werden.

Mit Graindad präsentiert Sugar Bytes einen granularen Multi-Effekt. In Echtzeit können bis zu 64 Grains manipuliert werden. Mit der Grain-Engine und verschiedenen Effekten wie Filtern und Reverb kann das Audiomaterial beispielsweise zum Stuttern oder Glitchen gebracht werden.

Graindad bietet zwei Modulationssysteme: Ein herkömmliches mit unter anderem 16-Step-Sequenzer, LFO und Envelope sowie den sogenannten Harvester. Dieser moduliert alle 12 Main Controls gleichzeitig. Die Tiefe der Modulation der einzelnen Effekte kann definiert und sogar automatisiert werden.

Ausgelöst wird das Ganze wahlweise via Transient, Clock oder MIDI.

Sugar Bytes Graindad läuft unter Windows und Mac-OS. VST 2, VST 3, AAX und Standalone werden Format-seitig unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 99 Euro
Weitere Infos: Sugar Bytes

Foto: Hersteller

Die 5 besten gratis Kontakt-Librarys: Drums

In dieser Serie stelle ich die fünf besten gratis Kontakt-Librarys für jeweils eine Instrumentengruppe vor. Alle vorgestellten Instrumente benötigen die Vollversion von Native Instruments Kontakt. In der ersten Folge geht es um Drums.

Es gibt wohl für kaum eine andere Software so viele Add-ons wie für Native Instruments Kontakt. Egal ob Keys, Schlagzeug, Riser, Synthesizer oder Atmosphären, die Auswahl ist beinahe unendlich.

Neben den unzähligen kostenpflichtigen Instrumenten gibt es auch ein paar Schätze unter den kostenlosen. Nachfolgend stelle ich die fünf besten gratis Kontakt-Drum-Librarys vor.

Strezov Sampling Thunder X3M Taiko Freebie

Strezov Sampling Thunder X3M Taiko Freebie

Pure Spannung und Energie erzeugen die Trommeln von Strezov Sampling Thunder X3M Taiko Freebie. Wie der Name bereits andeutet, bietet diese Kontakt-Library cineastische Drums.

Die einzelnen Instrumente sind auf bis zu sechs Zonen verteilt, die jeweils in Pitch, Attack und Stustain eingestellt werden können. Darüber hinaus können die fünf verschiedenen Klangfarben Close, Decca, Hall, Bass und Comp individuell hinzugefahren werden.

Weitere Infos: Strezov Sampling

Pure Magnetik Snare Designer

Pure Magnetik Snare Designer

Mit dem Snare Designer von Pure Magnetik kannst du deine eigene Snaredrum bauen. Als Ausgangspunkt dienen eine Ludwig Acrolite, Mapex Birch und Pork Pie Little Squealer.

Attack und Sustain jeder Snare können angepasst werden. Das eigentliche Sounddesigning geschieht über die sechs Mikrofonpositionen Top, Bottom, Overhead, Room, Far und Trash. Jedes Mikrofon kann individuell in der Lautstärke eingestellt werden.

Weitere Infos: Pure Magnetik

Wave Alchemy DRM Drums

Wave Alchemy DRM Drums

Wave Alchemy DRM Drums ist eine Kollektion von 384 Samples. Diese entstammen einer Vermona DRM Drum Machine, die mittels eines API 512c Preamps aufgenommen wurde – inklusiver acht Round-Robin-Variationen und vier Velocity-Layern pro Schlag.

>>> Audio-Kompressoren: Was sie sind, welche es gibt & was sie tun <<<

Das virtuelle Instrument bietet 12 Stimmen, die wie folgt vergeben sind:

  • 1 Kickdrum
  • 3 Toms
  • 2 Snaredrums
  • 2 Hi-Hats
  • 1 Claves
  • 1 Cowbell
  • 1 Cymbal
  • 1 Clap

Alle Samples wurden mit 24 Bit/44,1 kHz aufgenommen und liegen als WAV-Dateien bei.

Weitere Infos: Wave Alchemy

Steven Slate Drums SSD 5.5 Free

Steven Slate Drums SSD 5.5 Free

Die gratis Version von Steven Slate Drums 5.5 beinhaltet das Deluxe 2 Drum-Kit. Dazu gibt es eine bearbeitete Snare und die drei Kit-Presets Deluxe 2 Free, Hugo und Dry n‘ Tight.

Weitere Infos: Steven Slate Drums

Sample Logic Taste The Fury

Sample Logic Taste The Fury

Taste The Fury ist die abgespeckte Version von Sample Logic Drum Fury. Ausgekoppelt wurde ein Taiko Drum Ensemble. Via Attack, Release, Pitch und Velocity wird die Basis eingestellt. Für den weiteren Feinschliff stehen Slider für Energizer und Polisher bereit.

Effektseitig sind ein Equalizer, Kompressor, Delay und Reverb an Bord.

Weitere Infos: Sample Logic

Ba-Dum-Tsss

Damit wären wir am Ende der fünf besten Drum-Librarys für Kontakt angekommen. Leider wurden einige sehr gute, kostenlose Librarys wie Sennheiser DrumMic’a eingestellt. Dennoch kannst Du mit den oben genannten Instrumenten deiner Produktion einen hochwertigen, gut klingenden Rhythmus verleihen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Fotos: Isaiah Colson, Hersteller

Audiothing Dials: Experimenteller Vintage-Channelstrip

Audiothing hat in Zusammenarbeit mit Komponist Hainbach Dials entwickelt: Ein einzigartiger Channelstrip, der Hardware aus den fünfziger Jahren emuliert.

Audiothing Dials kombiniert ein deutsches Röhrenradio mit einem amerikanischen Bandpass-Filter. Als Vorbild dienten die originalen Geräte aus den 1950er Jahren, die sich im Besitzt des Komponisten und Youtubers Hainbach befinden. Erweitert wurde der Channelstrip schließlich noch um einen Kompressor.

Der Preamp, das Röhrenradio, bietet Einstellungsmöglichkeiten für Volume, Gain und Oversampling. Der Kompressor hat Drehregler für Amount und Envelope. Außerdem kann dieser als einziges Modul des Channelstrips übergangen (bypass) werden.

Das Filter bietet vier Drehregler zum Justieren von High- und Lowpass sowie High- und Lowpass Multiplier. Zudem kann die Güte (Q) angepasst werden.

Darüber hinaus ist gibt es eine mit „Trip“ beschriftete Modulationssektion. Diese kann separat vom Filter bearbeitet werden. In der Master-Sektion kann schließlich der Signalfluss festgelegt sowie Soft-Clipper hinzugefahren werden.

Audiothing Dials läuft unter Windows und Mac-OS. Formatseitig werden VST 2, VST 3, AU, AAX und Clap unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 49 Euro Einführungspreis; regulär 79 Euro
Weitere Infos: Audiothing

Foto: Hersteller

Vegas Audio Drumslot: Spielautomat für Drum-Designer

Vegas Audio Drumslot ist ein Plug-in zum Designen verschiedener Schlagzeug-Sounds. Über 600 Samples gibt der Entwickler als Ausgangsmaterial mit.

Passend zum Firmenname stellt Vegas Audio mit Drumslot einen virtuellen Spielautomat für Schlagzeug-Sounds vor. Mit dem Plug-in können individuell Kicks, Snares und Claps kreiert werden – ähnlich wie bei Tracktions Chop Suey, was sich allerdings auf Kickdrums beschränkt.

Drumslot bietet zwei Modi: Multi und Cut. Während „Multi“ eine Kickdrum, Snaredrum und Clap in die Slots lädt, ist bei „Cut“ die eigene Kreativität gefragt. Der Cut-Modus teilt das Signal in Transient, Middle und Tail. Jedes Teil kann anschließend angepasst werden, sodass zum Beispiel drei verschiedene Samples eine Kickdrum ergeben.

Neben dem Import eigener Samples kann auch aus den über 600 mitgelieferten Sounds geschöpft werden. Eine zufällige Kombination der internen Samples lädt der Spin-Knopf.

Darüber hinaus können Pitch, Filter, Gain und die Hüllkurve (ADSR) sowohl für jeden Slot separat als auch global im virtuellen Drum-Designer eingestellt werden.

Vegas Audio Drumslot unterstützt die Formate VST 3 und AU für Windows und Mac-OS.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 39,99 GBP Einführungspreis; regulär 49,99 GBP
Weitere Infos: Vegas Audio

Foto: Hersteller

Fuse Audio Labs VREV-305: Spring-Reverb mit 12 Federn

Fuse Audio Labs haben eine Hallmaschine der siebziger Jahre emuliert und in Form des VREV-305 veröffentlicht. Ein einzigartiger Reverb, angetrieben von 12 Federn.

Der Fuse Audio Labs VREV-305 ist ein virtueller Federhall. Vorbild für die Emulation ist eine Hallmaschine von 1970. Um welches Gerät es sich genau handelt, verrät der Entwickler leider nicht.

Das Besondere an diesem Reverb sind die 12 Federn. Diese kreieren eine harmonische Serie an Reflektionen die in üppigen und dichten Hallfahnen resultieren.

>>> Baby Audio Crystalline Test: Traumhafte Räume <<<

Stereokanäle können mit dem VREV-305 unabhängig voneinander bearbeitet werden. Dafür stehen jeweils Regler für Decay, Pre-Delay und Output zur Verfügung. Darüber hinaus kann Klang mit einem vierbandigen Equalizer geformt werden.

Fuse Audio Labs VREV-305 läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate VST, VST 3, AU und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 29 USD Einführungspreis bis 23 Oktober 2022; regulär 59 USD
Weitere Infos: Fuse Audio Labs

Foto: Hersteller

Eventide Physion Mk II: Let’s get crazy!

Eventide Physion Mk II ist die neue Version des Multi-Effekts. Das Plug-in wurde um neue Kreativmöglichkeiten und einer Sidechain erweitert.

Eventide veröffentlichen mit Physion Mk II die zweite Version des virtuellen Multi-Effekts vor. Neben einem Sidechain-Eingang sind neue Filter und Reverse Delays hinzugekommen. Letztere können gegated und mit Ping-Pong- und Crystal-Modi verfeinert werden.

Neu ist außerdem das polyphone Pitch-Shifting, das auf der Spectral Instantaneous Frequency Tracking (SIFT) Technologie basiert.

Insgesamt gibt es sieben Transienten- und acht Tonal-Effekte zu entdecken. Über 500 Presets geben Starthilfe.

Eventide Physion Mk II läuft unter Windows und Mac-OS. Format-seitig werden VST 2, VST 3, AU und AAX unterstützt. Ein kostenloses iLok-Konto wird benötigt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 99 USD Einführungspreis bis 31. Oktober 2022; regulär 179 USD
Weitere Infos: Eventide

Foto: Hersteller

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Next-Level-Tape

Bad Tape 2 ist die neue, “schlechtere” Version der virtuellen Bandmaschine von Denise Audio. Welche Upgrades das neue Plug-in bekommen hat und wie übel die ganze Sache tatsächlich ist, habe ich im Test herausgefunden.

„Wie schlecht kann es sein?“ – Diese Frage stellt Denise Audio auf der Produktseite von Bad Tape 2. Eine gute Frage. Bekanntlich kommt es immer dann schlimmer, wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann. Doch bekanntlich kann etwas auch soooo schlecht sein, dass es schon wieder gut ist.

Man muss nicht allzu lange über diese Frage grübeln. Im anschließenden Text erklären die Entwickler, dass Bad Tape 2 neue Effekte und Funktionen bietet, mit denen man „… die Verschandelung seines eigenen Songs formen kann“.

Eine ungewöhnliche Marketing-Strategie, um das eigene Produkt anzupreisen. Auch wenn es offensichtlich scheint, dass das Plug-in nicht soooo schlecht sein kann, macht es doch neugierig…

Features

  • Detune mit Tapestop
  • Sidechains
  • Push-Pull
  • 4 integrierte Effekte
  • Für Windows und Mac-OS, VST, VST 3, AAX & AU
Denise Audio Bad Tape 2 Detune
Neu hinzugekommen: Die Detune-Sektion mit Tapestop.

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche präsentiert sich im Denise-Audio-üblichen Look. Die obere Hälfte ziert ein parametrischer Equalizer mit integriertem Analyzer. Die Parameter werden bei einem Klick auf eines der sechs Bänder direkt über der visuellen Darstellung angezeigt. Zudem lassen sich hier Filtertyp (Lowpass, Lowshelf, Peak, Highshelf, Highpass) und Pull-Stärke einstellen. Jedes Band kann soliert oder  in bypass geschaltet werden.

In der Mitte des Plug-ins sind die verschiedenen Effekte und Funktionen der virtuellen Bandmaschine:

  • Harm (Bit-Crusher)
  • Wow (smooth Detune)
  • Shake (harsh Detune)
  • Hiss (Hiss/Rauschen)
  • Squeal (hochfrequentes Rauschen)
  • Doubler (Tape-Delay)
  • Detune (Tape-slowdown/-stop mit eigener Sidechain)
  • Magnet (emuliert ein entmagnetisiertes Band)
  • Resonator (einstellbar pro Band)
  • Phaser
  • Sidechain
  • Oversampling (1x, 2x, 4x, 8x)

Die untere Fensterhälfte ist für die Parameter der Effekte und Funktionen reserviert. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten werden, abhängig von der Auswahl, eingeblendet. Außerdem werden in dieser Sektion die globalen Einstellungen angezeigt. Diese sind für Bad Tape 2 Input, Mix, Output, Color, Saturation, Pull und Speed.

>>> Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Multi-Effekt für Vocals <<<

Signature-Feature: Push-Pull

Ein Alleinstellungsmerkmal von Denise-Audio-Plug-ins ist Push-Pull. Anhand des Equalizers können beliebige Frequenzbereiche stärker von Bad Tape 2 beeinflusst werden, als andere. Über das oben genannte Pull (pro Band und global) wird eingestellt, wie stark die Frequenzbereiche nach der „Behandlung“ wieder heruntergezogen werden.

Denise Audio Bad Tape 2 Test Sidechain
Die Sidechain eröffnet neue Kreativmöglichkeiten.

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Praxis

Das virtuelle Band lässt sich intuitiv bedienen. Die Steuerung von Einstellungen ist selbsterklärend und geht schnell von der Hand. Im Denise Audio Bad Tape 2 Test habe ich Drums, Keys, Synth-Leads, Vocals und Percussions veredelt – beziehungsweise zerstört.

Die Tape-typischen Parameter funktionieren wie sie sollen und klingen gut. Es stellt sich mir allerdings die Frage, warum Hiss und Squeal an Bord sind. Sicherlich sind das Artefakte, die bei einem Band auftreten. Allerdings finde ich wenig Verwendung dafür. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass diese Funktionen einen guten Beitrag leisten, Bad Tape 2 „bad“ klingen zu lassen. In Anbetracht des Kreativansatzes des Plug-ins hätte man diese Features aber vielleicht auch durch andere, eher brauchbare, ersetzten können.

Raum für Experimente

Apropos Kreativität: Dass sich einzelne Funktionen separat voneinander via Sidechain triggern lassen, ist wirklich große Klasse! Ohne langwieriges Setup und mehreren Plug-in-Instanzen können spielend leicht abgefahrene Effekte kreiert werden.

Die eigene Sidechain für Detune/Tapestop ist glücklicherweise separat. Das Verhalten des Tapestops kann detailliert eingestellt und dem Song angepasst werden – hervorragend mitgedacht, Denise Audio!

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt so scheint, lässt sich der Klang durch die vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten sehr spezifisch formen. Zum Beispiel durch die Möglichkeit, die Resonanz für jedes Band separat zu definieren. Und natürlich auch durch das Push-Pull-Feature, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert.

Bandmaschine

Denise Audio Bad Tape 2 Test: Fazit

Der kreative Gedanke hinter Bad Tape 2 gefällt mir gut. Ich war anfangs zugegeben etwas skeptisch, da der Markt an Tape-Emulationen gesättigt, wenn nicht sogar übersättigt, ist. Aber genau das ist es eben, worauf sich Bad Tape 2 nicht beschränkt. Neben der klassischen Bandsättigung kann man mit dem Plug-in so viel mehr anstellen und sich in sounddesignerische Gefilde begeben. Vor allem die Sidechain-Funktionen haben mich begeistert und zu neuen Experimenten angeregt – die mal gut, mal weniger gut ausgingen.

Wer auf der Suche nach einem Band mit einem gewissen Twist ist und nicht nur analoge Sättigung auf digitaler Ebene möchte, wird mit Denise Audio Bad Tape 2 sicherlich seinen Spaß haben.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 46,41 Euro Einführungspreis; regulär 70,21 Euro
Weitere Infos: Denise Audio

Pros

  • Handhabung
  • Kreativansatz
  • Sidechains
  • Push-Pull

Cons

  • Keine

Fotos: Ingo Schulz, Eigene

Melda Production DreamMachines: Virtueller Drum-Sampler

Melda Production DreamMachines ist das erste Premium-Instrument für MSoundFactory. Der virtuelle Drum-Sampler basiert auf virtual-analog-processing und kann verschiedene Sounds layern.

Die tschechische Plug-in-Schmiede Melda Production stellt das erste Premium-Produkt für die hauseigene MSoundFactory vor: DreamMachines. Der virtuelle Drum-Sampler erlaubt das Layern von bis zu zwei Samples pro Kanal. Insgesamt stehen sechs Kanäle zur Verfügung, die auch individuell in eine DAW geroutet werden können.

DreamMachines bietet aber auch einen internen Mixer und ist mit integrierten Effekten ausgestattet. Saturation, Reverb und Co. sind jeweils mit eigenen Pre- und Post-FX-Gain-Reglern ausgestattet, sodass die Effektbearbeitung ebenso individuell gesteuert werden kann.

Für Besitzer der MSoundFactory oder MSoundFactory LE ist DreamMachines kostenlos. Das Premium-Instrument kann separat erworben und mit der Gratisversion, MSoundFactory Player, genutzt werden. Dieses Prinzip soll auch auf künftige Premium-Instrumente zutreffen.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 19 Euro Einführungspreis bis 15. Oktober 2022; regulär 69 Euro/
(MSoundFactory) 149 Euro, (MSoundFactory LE) 49 Euro
Weitere Infos: Melda Production

Foto: Hersteller

Auburn Sounds Lens: Balancer mit Equalizer & Kompressor

Auburn Sounds Lens ist ein Balancer-Plug-in, das es als kostenlose und kostenpflichtige Version gibt. Integrierte Equalizer und ein Multiband-Kompressor sorgen für einen ausgewogenen Mix.

Mit Lens veröffentlicht Auburn Sounds einen Balancer mit integrierten Equalizern und Multiband-Kompression. Das Plug-in gibt es als kostenlose, abgespeckte Variante sowie als kostenpflichtige Vollversion.

Die Analyse und Bearbeitung des Eingangssignals ist spektral. Via Selectivity kann die Empfindlichkeit zwischen 18 und 64 Bändern eingestellt. Aufgrund der spektralen Arbeitsweise hat der Entwickler auf Crossover-Frequenzen verzichtet. Dadurch sollen auch keine Phasenverschiebungen vorkommen.

>>> Baby Audio IHNY-2 Test: Haut Dich um! <<<

Der Multiband-Kompressor kann bis zu drei Bänder (Höhen, Mitten, Tiefen) bearbeiten. Ein Sidechain-Equalizer steht hier zudem zur Verfügung. Außerdem ist eine Vintage-Sektion vorhanden, mit der das Signal gesättigt werden kann.

Die Vollversion besitzt zusätzlich einen Expander.

Auburn Sounds Lens läuft unter Windows, Mac-OS und Linux. Die Formate VST, AAX, A und LV2 werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): gratis, 49,35 USD Einführungspreis bis 21. September 2022; regulär 105 USD
Weitere Infos: Auburn Sounds

Foto: Hersteller

Baby Audio IHNY-2 Test: Haut Dich um!

Vor drei Jahren gingen Baby Audio mit dem I-Heart-NY-Kompressor an den Markt. Zum diesjährigen Geburtstag lässt der Hersteller das Plug-in wieder aufleben: überarbeitetes Design, neue Funktionen, mehr Punch – was Version 2 alles kann, zeigt der Baby Audio IHNY-2 Test.

Drei Jahre Baby Audio! Die kleine aber feine Plug-in-Schmiede hat es geschafft, sich mit hochwertigen und kreativen Tools bei Audioschaffenden zu etablieren. Ich durfte die Entwicklung von Baby Audio seit deren erster Veröffentlichung, dem I-Heart-NY-Kompressor, medial begleiten.

Nach wie vor freue ich mich über neue Produkte des Herstellers. Das Team rund um Gründer Caspar Bock schafft es auf beeindruckende Weise, kreative Effekte unter einer ansprechenden Oberfläche mit simpler Handhabung zu verstecken.

Genauso gespannt war ich, als Baby Audio im August ein neues Plug-in zum dreijährigen Geburtstag angeteasert hatte. Das musste ja wohl etwas Besonderes sein! Und genau das ist es auch! Zugegeben: Ich hatte eine Emulation des Synthesizers erwartet, den Baby Audio vor zirka zwei Jahren gekauft hatten. Doch mit IHNY-2 eine Neuauflage des allerersten hauseigenen Plug-ins zu bringen, ist auch ein absoluter Hammer – und schürt hohe Erwartungen! Sehen wir doch mal, was der neue Parallel-Kompressor alles kann…

Features:

  • Internes Signal-Splitting für Parallel-Kompression
  • Vielseitige Einstellungsmöglichkeiten
  • Solo-Modus zum Abhören des Wet-Signals
  • Für Windows & Mac-OS, VST, VST 3, AU & AAX
Baby Audio I Heart NY vs IHNY-2
Es hat sich einiges getan: Links der Baby Audio I-Heart-NY-Kompressor und rechts der neue IHNY-2.

Baby Audio IHNY-2 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche von IHNY-2 ist gewohnt simpel gehalten. Mittelpunkt ist ein XY-Pad. Anhand dessen werden das Dry-Wet-Verhältnis auf der X-Achse und die Stärke der Kompression auf der Y-Achse eingestellt. Die „Sonne“, die auf den Bildern in der Mitte des XY-Pads zu sehen ist, visualisiert das eingehende Signal.

>>> Audio-Kompressoren: Was sie sind, welche es gibt & was sie tun <<<

Am unteren Fensterrand gibt es Slider für Autogain und Output. Ersterer ist durchaus ungewöhnlich, denn der Sinn von Autogain ist bekanntlich, dass Lautstärkeunterschiede automatisch ausgeglichen werden. Nur dann ist ein objektiver Vergleich zum unbearbeiteten Signal möglich. Das passiert auch beim IHNY-2. Laut dem Manual ist der Autogain-Slider quasi ein Plan B, sollte der integrierte Algorithmus doch einmal ein zu leises oder zu lautes Signal ausgeben. Hintergrund ist, dass ein konstantes Auto-Gaining in Echtzeit passieren muss, da Bewegungen im XY-Pad sich auf die Lautstärke auswirken.

Einstellungen

Ganz unten gibt es einen Knopf, der mit „Tweak“ beschriftet ist. Ein Klick darauf öffnet die Einstellungen:

  • Attack und Release
  • Ratio
  • Punch
  • Harmonics
  • Shape („Smiley-EQ“)
  • Tilt
  • Lo- und Hi-Preserve
Baby Audio IHNY-2 Tweak
Die Tweak-Controls bieten mehr Kontrolle über das Signal.

Praxis

Für den Baby Audio IHNY-2 Test habe ich das Plug-in als Parallel-Kompressor für Drums, Bass, Keys, Vocals und den Master-Bus eingesetzt.

Der eigene Charakter des Kompressors ist sehr ausgeprägt. Beim ersten Öffnen und der Default-Wetness von 50 Prozent hört man sofort einen Unterschied. Ich würde den Klang als punchig beziehungsweise aggressiv und fett beschreiben, was mir sehr gut gefällt und natürlich optimale Eigenschaften für Parallel-Kompression sind. Entsprechend setzten sich die Signale im Test nach der Bearbeitung mit IHNY-2 auch besser im Mix durch.

Besonders gut fand ich das Plug-in auf Vocals. Durch starkes Anheben der Harmonics bekommt man einen gesättigten, komprimierten Gesang. Das entspricht genau dem aktuellen Zeitgeist und spart nicht nur zusätzliche Arbeitsschritte, sondern auch Computer-Ressourcen. Wirklich toll!

Auch auf dem Master-Bus ließ sich noch die eine oder andere Nuance herausarbeiten. Der Eingriff fiel hier natürlich wesentlich subtiler aus, als auf den Einzelspuren. Dennoch kann eine leichte Brise Sättigung oder Aggressivität manchmal Wunder bewirken.

Darüber hinaus haben Baby Audio Vintage-Presets erstellt, die beispielsweise einen Tube Leveller und einen Levelling Amplifier beinhalten. Diese bieten sich perfekt für Mix- und Master-Busse an.

Baby Audio IHNY-2 Main
Die Sonne scheint im Baby Audio IHNY-2 Test 😜

Baby Audio IHNY-2 Test: Fazit

Gegenüber seinem Vorgänger bietet IHNY-2 wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten – was ich sehr begrüße. Mir gefällt aber auch, dass man nur über das XY-Pad genauso schnell eine Parallel-Kompression einstellen kann, wie beim I Heart NY. Eine gelungene Verschmelzung von alten und neuen Features!

Der Klang des Kompressors ist im Allgemeinen fett, durchsetzungsstark und definiert. Es entsteht ein Vintage-Vibe, der gerade auf Bussen einen angenehmen Glue mit sich bringt.

Der Baby Audio IHNY-2 hat durch die Upgrades ein völlig neues Level erreicht und es meiner Meinung nach damit verdient, als „Must-Have“ bezeichnet zu werden!

Einziger Kritikpunkt ist das Metering. Da es kein technisches Metering im Sinne von Input, Output und Gain-Reduction gibt, ist man gezwungen, sich auf seine Ohren zu verlassen. Im Grunde befürworte ich diesen Ansatz beziehungsweise diese Vorgehensweise auch. Dennoch wären Anzeigen für die eben genannten drei Pegel eine willkommene Hilfestellung.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 39 USD Einführungspreis bis 30. September 2022; regulär 69 USD
Weitere Infos: Baby Audio

Pros:

  • Flexibilität
  • Eigener Klangcharakter
  • Handhabung

Cons:

  • Metering

Fotos: Hersteller, Eigene