Dawesome Love 2 Test: Kreativer Multi-Effekt für Producer und Sounddesigner

Dawesome Love 2 Test: Kreativer Multi-Effekt für Producer und Sounddesigner
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Mit Love 2 veröffentlicht Dawesome die nächste Version seines granularen Multi-Effekts. Doch lohnt sich das Upgrade? Genau das klärt unser Dawesome Love 2 Test.

Knapp drei Jahre nach der Veröffentlichung von Love präsentiert Dawesome mit Love 2 eine neue Version des Multi-Effekts mit Granular-Engine. Hinzugekommen sind unter anderem über 15 neue Effektmodule sowie mehr als 100 Presets. Und das allerwichtigste: Love 2 ist vollständig abwärtskompatibel und kann Presets und Packs des Vorgängers importieren.

Wie immer stellt sich bei neuen Produktversionen die Frage, ob sich ein Update lohnt. Das habe ich im Test herausgefunden.

Tracktion Love 1 Nutzeroberfläche neben Love 2
Love 2 (links) ist optisch nahezu identisch zum Vorgänger.

Dawesome Love 2 Test: Übersicht

Die Nutzeroberfläche von Love 2 ist dem Vorgänger zum Großteil treu geblieben. Es gibt nun separate Pegelanzeigen für links und rechts und die Position des Zufallsgenerators wurde auf die gegenüberliegende Seite verschoben.

Da sich die Anzahl der Effektprozessoren gut vervierfacht hat – 25 statt 6 – gibt es in der entsprechenden Sektion ein Plus-Zeichen, anhand dessen die Effekte hinzugefügt werden. Es stehen nach wie vor maximal sechs Slots zur Verfügung, die sich frei belegen lassen und deren Position in der seriellen Signalkette sich ebenfalls frei verschieben lässt.

Kurz & knapp

Dawesome Love 2 ist ein Multi-Effekt mit Granular-Engine, 25 Effektmodulen und 6 Effektslots
➡ Für Producer und Sounddesigner
Fazit: Love 2 erweitert den Vorgänger um 19 Effekte, die sich beliebig kombinieren lassen und die Vielseitigkeit des Plug-ins sinnvoll erweitern.

Zu den neuen Effekten zählen Delays, Reverbs, Modulationen, Filter, Distortions und Utilities. Einige Module kennt man aus anderen Produkten von Dawesome – den J-60 Chorus beispielsweise aus Hate.

Effektliste in Dawesome Love 2
Insgesamt stehen 25 Effekte zur Auswahl.

Dawesome Love 2 im Praxistest

Love hatte mich damals ziemlich begeistert und ist seither ein von mir gern genutztes Tool. Das einzige Manko damals war die feste Signalkette. In Love 2 wurde das teilweise berücksichtigt. Die Effektmodule können via drag&drop beliebig platziert werden. Allerdings ist die Signalkette nach wie vor fest seriell. Ein paar alternative Routings, zumindest die Option einer parallelen Signalführung, hätte mich gefreut. Das kürzlich von mir getestete Filter Ark von Korg hat diesen Wunsch beispielsweise sehr vorbildlich erfüllt.

Davon abgesehen läuft Love 2 aber genauso rund wie sein Vorgänger. Die neuen Effekte sind eine tolle Erweiterung, die selbsterklärend die kreativen Möglichkeiten des Plug-ins um einiges erweitern. Und steckt man doch mal fest, kann man den Zufallsgenerator bemühen. Apropos: den 18+-Modus gibt es nicht mehr. Dafür ist die Möglichkeit, Module zu sperren und vom Randomizer auszuschließen, nun standardmäßig in jedes Modul integriert.

Vorbildliche Klangarchitektur

Klangtechnisch gibt es wie zu erwarten nichts zu meckern. Die neuen Module klingen gut und selbst beim Verschieben dieser während des laufenden Playbacks kam es im Test zu keinen Artefakten. Eine Handvoll Modul-spezifischer Presets sind ebenfalls an Bord, sodass man auch hier schnell verschiedene Einstellungen ausprobieren kann.

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Aufgrund der Vielzahl an Effekten eignet sich Love 2 prinzipiell für jede Art von Signal, egal ob Drums, Gitarren, Keys oder Vocals. Aufgrund des granularen Herzens finde ich das Tool vor allem für Ambiences, Soundscapes und Pads spannend. Hier kann sich das Tool meiner Meinung nach richtig entfalten und seine Flexibilität und Vielseitigkeit ausspielen.

Verlosung: 5 Lizenzen für Love 2

Passend zu meinem Test von Dawesome Love 2 habe ich noch eine kleine Überraschung für dich: Du kannst eine von fünf Lizenzen für den kreativen Multi-Effekt gewinnen! Wenn du das Plug-in selbst ausprobieren und deine Sounds in atmosphärische Texturen und spannende Klanglandschaften verwandeln möchtest, solltest du dir diese Chance nicht entgehen lassen. Alle Infos zur Teilnahme findest du im Verlosungsartikel.

Dawesome Love 2 Test Effektansicht mit geöffneten Einstellungen
Jeder Effekt in Dawesome Love 2 bietet eigene Einstellungsmöglichkeiten.

Dawesome Love 2 Test: Fazit

Dawesome hat seinem Multi-Effekt Love ein Update spendiert und Version 2 um 19 Effekte und über 100 Presets erweitert. Klangtechnisch bleibt das Plug-in dem Vorgänger treu und liefert. Auch die neuen Module klingen gut und lassen sich erfreulicherweise frei in der Signalkette platzieren – sogar artefaktfrei bei laufendem Playback. Der Update-Preis von 19 Euro beziehungsweise 29 Euro regulär ist in Anbetracht des Umfangs absolut in Ordnung. Und auch der reguläre Kaufpreis von 49 Euro beziehungsweise 69 Euro nach der Einführungsphase ist für Love 2 vertretbar.

Da das Tool nun mit einer großen Vielfalt an Effekten kommt, bin ich gespannt, ob eine dritte Version folgen wird. Was ich mir wünschen würde, wären zusätzliche Routing-Möglichkeiten, um noch etwas mehr Freiraum für Experimente zu haben. Und ansonsten würde ich nur noch in Richtung Modulatoren blicken…

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 49 Euro Einführungspreis; regulär 69 Euro, (Upgrade) 19 Euro Einführungspreis; regulär 29 Euro
Weitere Infos: Dawesome | Love 2 @ Plugin Boutique*

Pros

  • Granular-Engine
  • 25 Effektmodule
  • Globale und Effekt-spezifische Presets
  • Einfache/gleichgebliebene Handhabung
  • Kompatibel mit Love (1)

Fotos: Hersteller, eigene

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