Soundevice Digital/United Plugins MasterMind Test: Virtuelle Mastering-Suite

Mastering einfach gemacht: Soundevice Digital/United Plugins MasterMind soll ein bequemes Mastern des eigenen Tracks ermöglichen, ohne dass zusätzliche Plug-ins benötigt werden. Ob dem so ist und ob sich der Neuling gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, zeigt der Test.

Bei Mastering-Channelstrips denken die meisten sicherlich zuerst an iZotope Ozone. Ein paar vielleicht auch an den Brainworx bx_masterdesk. Die Vorherrschaft dieser zwei Hersteller auf diesem Gebiet wollen United Plugins nun mit MasterMind anfechten.

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Soundevice Digital/United Plugins MasterMind

Soundevice Digital/United Plugins MasterMind ist ein Channelstrip, optimiert fürs Mastering. Komplexe Prozesse lassen sich über wenige Regler steuern.

Mit MasterMind präsentiert United Plugins einen Mastering-Channelstrip aus dem Hause Soundevice Digital. Neben einem Input-Regler kann der Track über fünf de/aktivierbare Sektionen feingeschliffen werden. Zu den spannendsten gehören Match und Optimize.

Optimize ist das Herz des Plug-ins. Ein besonderer Algorithmus soll für einen fetten, großen und angenehmen Klang sorgen. Über einen einzigen Drehregler kann dessen Stärke dosiert werden.

Match ist ein EQ-Matcher, der sowohl den eigenen als auch einen Referenztrack analysieren kann. Entsprechend werden im Hintergrund die Equalizer-Einstellungen (unabhängig der EQ-Sektion) automatisch eingestellt und können ebenfalls nach Geschmack hinzugefahren werden.

Darüber hinaus können mit MasterMind Stereobreite, Klangbild (EQ) und Dynamik (Limiter) eingestellt werden. Zum Färben des Klangs gibt es einen EQ-Tube-Regler in der Equalizer-Sektion sowie einen Saturation-Regler in der Limiter-Sektion. Ein Analyzer und Meter für Input, Output und Gain-Reduction geben visuelle Hilfe.

Soundevice Digital/United Plugins MasterMind läuft unter Windows und Mac-OS. Die Formate VST, VST 3, AU und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 29 Euro Einführungspreis bis 30. November 2022; regulär 129 Euro
Weitere Infos: United Plugins

Foto: Hersteller

WA Production Put Me On Drums: Getrennte Frequenzbearbeitung

WA Production Put Me On Drums ist das Resultat der Zusammenarbeit mit Producer K-391: Ein Drum-Channelstrip mit besonderem Touch.

In Zusammenarbeit mit Produzent K-391 hat WA Production Put Me On Drums entwickelt. Der Channelstrip für Drums teilt das Frequenzspektrum in zwei Bänder. Die Crossover-Frequenz kann beliebig eingestellt werden. Entsprechend ist das Plug-in in zwei Sektionen aufgeteilt: Low und High.

Das Low-Modul bietet einen 1-Band-Equalizer sowie Einstellungsmöglichkeiten für Belly, Punch, Sub, Tail und Length.

Die High-Sektion ist ebenfalls mit einem 1-Band-Equalizer ausgestattet. Hinzu kommen Regler für den Frequency- und Formant-Shifter, Dimension und Width.

Visuelles Feedback gibt der Analyzer am oberen Fensterrand. Über den großen Mix-Regler in der Mitte kann der Drum-Channelstrip je nach Geschmack dosiert werden.

WA Production Put Me On Drums läuft unter Windows und Mac-OS. VST, AU und AAX werden unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 20 USD Einführungspreis; regulär 39,90 USD
Weitere Infos: WA Production

Foto: Hersteller

Audiothing Dials: Experimenteller Vintage-Channelstrip

Audiothing hat in Zusammenarbeit mit Komponist Hainbach Dials entwickelt: Ein einzigartiger Channelstrip, der Hardware aus den fünfziger Jahren emuliert.

Audiothing Dials kombiniert ein deutsches Röhrenradio mit einem amerikanischen Bandpass-Filter. Als Vorbild dienten die originalen Geräte aus den 1950er Jahren, die sich im Besitzt des Komponisten und Youtubers Hainbach befinden. Erweitert wurde der Channelstrip schließlich noch um einen Kompressor.

Der Preamp, das Röhrenradio, bietet Einstellungsmöglichkeiten für Volume, Gain und Oversampling. Der Kompressor hat Drehregler für Amount und Envelope. Außerdem kann dieser als einziges Modul des Channelstrips übergangen (bypass) werden.

Das Filter bietet vier Drehregler zum Justieren von High- und Lowpass sowie High- und Lowpass Multiplier. Zudem kann die Güte (Q) angepasst werden.

Darüber hinaus ist gibt es eine mit „Trip“ beschriftete Modulationssektion. Diese kann separat vom Filter bearbeitet werden. In der Master-Sektion kann schließlich der Signalfluss festgelegt sowie Soft-Clipper hinzugefahren werden.

Audiothing Dials läuft unter Windows und Mac-OS. Formatseitig werden VST 2, VST 3, AU, AAX und Clap unterstützt.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 49 Euro Einführungspreis; regulär 79 Euro
Weitere Infos: Audiothing

Foto: Hersteller

Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test: Multi-Effekt für Vocals

TrapTune ist ein kreativer Vocal-Effekt-Strip mit automatischem Tuner. Verschiedene Sektionen sollen das Plug-in zu einem schweizer Taschenmesser für (Sprach-)Gesänge machen. Ob die tschechischen Tüftler damit den beliebten Platzhirsch von Antares, Auto-Tune, ausstechen können, zeigt Dir der Soundevice Digital/United Plugins TrapTune Test.

Seitdem Trap Einfluss auf die Hip-Hop- und Rap-Szene genommen hat, ist auch die Nutzung von Auto-Tune angestiegen – zumindest ist das mein Eindruck. Selbst harte Gangsterrapper sind mittlerweile auf groovigen Trapbeats mit einer ordentlichen Dosis Auto-Tune zu hören.

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