Tracktion Waveform Free: Neue Features für gratis DAW

Tracktion hat die kostenlose Version der hauseigenen DAW aktualisiert. Waveform Free präsentiert sich nicht nur in einem neuen Look, sondern wurde auch um einige Features und besserer Engine erweitert.

Tracktion Waveform Free ist laut Entwickler die einzige kostenlose, plattformübergreifende und uneingeschränkte DAW der Welt. Diese hat nun ein Update spendiert bekommen:

Der Browser wurde überarbeitet und der kostenpflichtigen Version, Waveform Pro 12, angeglichen. Außerdem sind sechs neue Utility-Plug-ins dazugekommen. Zu diesen zählen ein Covert-to-Mono-Tool sowie ein Spektrum-Analyzer. Alle 15 Stock-Plug-ins von Waveform Free haben zudem ein neues Aussehen und neue Funktionen bekommen.

Darüber hinaus wurde die Audio Engine komplett überarbeitet. Die DAW ist nun weniger ressourcenhungrig und kann die Vielzahl an Kernen modernen CPUs besser nutzen.

Tracktion Waveform Free läuft unter Windows, Mac-OS und Linux (getestet auf Ubuntu).

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): gratis, (Waveform Pro 12) 149 USD
Weitere Infos: Tracktion

Foto: Hersteller

U-he & Bitwig CLAP: Plug-in-Standard der Zukunft

Die beiden Software-Schmieden U-he und Bitwig haben gemeinsam ein neues Plug-in-Format namens CLAP entwickelt. Neben einer besseren Nutzung von Computer-Ressourcen soll CLAP auch neue Wege der Musikproduktion eröffnen.

U-he und Bitwig CLAP ist ein neues Plug-in-Format. CLAP steht für Clever Audio Plug-in API. Das neue Format ist multi-thread-fähig und erlaubt Host-Applikationen, etwa einer DAW, CPU-threading zu managen. Die benötigte Rechenleistung von Plug-ins, die Multicore-Unterstützung bieten, wird via eines sogenannten Thread-Pools verteilt. Laut den Entwicklern wird dadurch die Performance enorm verbessert.

CLAP-Hosts können zudem Metadaten auslesen. Plug-ins können somit einfacher sortiert werden. Informationen werden schneller abgerufen. Zeitraubende Initialisierungsprozesse von Plug-ins gehören damit der Vergangenheit an.

Momentan arbeiten U-he und Bitwig für CLAP an einer Erweiterung, die dem Host sagt, welche Dateien für eine reibungslose Wiedergabe benötigt werden. Der Host kann dadurch beispielsweise Wavetables, die im Projekt verwendet werden, konsolidieren. Damit soll garantiert werden, dass die Audiowiedergabe bei einem Transfer auf ein anderes System trotzdem vollständig gewährleistet ist – auch wenn dort die Samples/Plug-ins nicht vorhanden sind.

Als weiteres Highlight von CLAP werden bessere Modulationsmöglichkeiten genannt. Automationen und Modulationen pro Note (per-note) werden mit den neuen MIDI-2.0-Spezifikationen unterstützt. Zudem erlaubt CLAPs Parameter-Modulationskonzept temporäre Parameter Offsets. Nach temporären Änderungen springen die Parameter wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

So spannend CLAP auch ist, es wird sich nicht durchsetzen können, wenn bereits rennomierte Software-Entwickler das Format nicht unterstützen. Doch darum scheint man sich keine Sorgen machen zu brauchen. Die Liste der Interessenten ist schon ziemlich lange. Zu den Interessenten zählen Arturia, Cableguys, Cockos, Image-Line, Xfer Records und Presonus. Und, festhalten, Avid!

U-he und Bitwig CLAP ist Open Source und somit für jeden frei zugänglich. Neben den hauseigenen Programmen von Bitwig und U-he nutzen auch andere CLAP bereits. Welche das sind und wie man sie ausprobieren kann, steht auf der Website.

Weitere Infos: U-he

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Splice Coso: Kostenlose DAW mit cleverem Sample-Finder für Smartphones

Splice Coso ist eine kostenlose DAW für iOS- und Android-Smartphones. Doch hinter Coso verbirgt sich weit mehr als eine herkömmliche Audioproduktionsumgebung: Eine künstliche Intelligenz (KI) soll Nutzer bei der Suche nach passenden Samples unterstützen.

Splice zählt zu den größten und bekanntesten Sample-Plattformen. Neben tausenden Audioschnipseln kann zudem verschiedene Software wie Plug-ins und DAWs mittels Rent-to-Own erworben werden.

Mit Coso verknüpft Splice das Musikmachen mit der eigenen Sample-Datenbank, ähnlich wie man das von Loopmasters und deren Loopcloud kennt. Anhand einer manuellen Vorauswahl gibt man Coso eine Richtung vor. Die KI sucht anschließend nach passenden Loops. Lehnt man einen Vorschlag ab, wartet bereits der nächste darauf, entdeckt zu werden. Auch die Tonhöhe wird bei der Suche nach Samples von der KI berücksichtigt.

Splice Coso läuft auf Android- und iOS-Smartphones. Ein kostenloses Splice-Konto ist Voraussetzung. Splice-Abonnenten erhalten zusätzliche Funktionen.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): kostenlos
Weitere Infos: Splice

Foto: Hersteller

Tracktion Waveform Pro 12: Neue Tools für Podcast- und Dialogbearbeitung

Tracktion präsentiert die hauseigene DAW Waveform Pro in der neuen Version 12. Neben einigen Verbesserungen der Nutzeroberfläche und des Workflows warten neue Plug-ins und Features auf ihren Einsatz.

Tracktion hat Waveform Pro 12 unter anderem einen neuen Smart-Browser spendiert. Schneller und einfacher als in früheren Versionen können damit zum Beispiel Samples, Plug-ins und Presets gefunden und abgerufen werden. Zudem erlauben Smart-Lists Vorschau und Kombination von Edit- und Project-Objekten.

Die neue Version der DAW wartet außerdem mit einigen neuen Plug-ins auf: 15 überarbeitete Effekte, sechs Utility-Plug-ins, das Instrument BassOSC sowie die IR-basierte Amp-Simulation Dual Guitar IR warten auf ihren Einsatz.

Ein weiteres Highligt von Tracktion Waveform Pro 12 ist die überarbeitete Audio-Engine. Diese soll die Leistung der CPU besser nutzen und ermöglicht neue Features. Zu Letzteren zählen die neuen Podcast- und Dialog-Editing-Werkzeuge, die unter anderem eine Strip-Silence-Funktion bieten.

Tracktion Waveform 12 läuft unter Windows, Mac-OS und Linux (getestet unter Ubuntu).

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): 149 USD
Weitere Infos: Tracktion Waveform Pro 12

Foto: Hersteller

Avid Pro Tools: Neue Namen und Funktionen für alle Versionen

In einer E-Mail kündigt der US-amerikanische Hersteller Avid eine „aktualisierte und verbesserte Pro Tools Produktlinie“ an. Ab sofort wird es die drei Pro-Tools-Versionen Pro Tools Artist, Pro Tools Studio und Pro Tools Flex geben.

Pro Tools Artist ist die kostengünstige Einsteigerversion, die vermutlich Nutzer des kürzlich eingestellten, ehemals kostenlosen Pro Tools First locken soll. Pro Tools Studio hingegen betitelt die „reguläre“ Pro-Tools-Version. Pro Tools Ultimate wurde in „Flex“ umbenannt.

Doch Avid hat den verschiedenen Versionen nicht nur neue Namen gegeben, sondern auch Verbesserungen spendiert. Pro Tools Studio wurde von 256 auf 512 Spuren erweitert und bietet nun erweitertes Automationen- und Clip-Effect-Editing, wie es vorher nur Pro-Tools-Ultimate-Nutzern gestattet war. Außerdem sind mit GrooveCell und SynthCell zwei neue virtuelle Instrumente an Bord.

Pro Tools Studio unterstützt ab sofort auch Surround- und Dolby-Atmos-Mixing, was vorher ebenfalls Pro Tools Ultimate/Flex vorbehalten war. Reine Spekulation, aber eventuell reagiert Avid damit auf die Ankündigung von Steinberg, Cubase 12 Pro noch im zweiten Quartal 2022 mit Dolby Atmos auszustatten.

Alle Infos zu den verschiedenen Versionen gibts in diesem Avid-Blog-Post.

Verfügbar ab: sofort
Preis (UVP): Pro Tools Artist: 99 USD/Jahr oder 9,99 USD/Monat; Pro Tools Studio: 299 USD/Jahr oder 39,99 USD/Monat; Pro Tools Flex: 999 USD/Jahr oder 99,99 USD/Monat
Weitere Infos: Avid

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